Potenziale erkennen - Energie besser nutzen

Energieeffiziente Produktion

Wien (OTS) -

  • Energieeffiziente Fabrikplanung und Produktionsoptimierung
  • Energieeffizienz und Energiemanagement als Kostensenker für KMU
  • Einsatz von erneuerbaren Energien und innovative Energielösungen

Die Bedeutung von Energieverbrauch und Energieeffizienz in Industrieunternehmen ist zentraler Bestandteil und Leitsatz modernen Unternehmensmanagements geworden. Wo sind die Ansätze, wo die Lösungen? Die Referenten des Kaminabends der Fraunhofer Austria Research GmbH haben interessante Antworten geliefert.

Auch der vierte Kaminabend der Fraunhofer Austria Research GmbH und der TU Wien ist seiner Tradition treu geblieben und dem hohen Anspruch dieser Veranstaltungsreihe gerecht geworden. Im Mittelpunkt stand die zentrale wirtschaftliche Frage, wie sich die Energiebilanz eines Unternehmens in der Praxis verbessern lässt. Jürgen Minichmayr von der Fraunhofer Austria Research GmbH stellte als erster Referent des Abends die Fabrikplanung und die Produktionsoptimierung in den Fokus seiner Ausführungen. Er zeig-te Handlungsansätze und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf.

Ein Beispiel dafür ist die von Fraunhofer entwickelte Energiewertstrom-Methode. Sie hilft bei der Erschließung von Energieeffizienz-Potenzialen. Die Methodik bietet zusätzlich zu den klassischen Er-folgen der Energieberatung klare Mehrwerte. Der Energieverbrauch für die Erstellung eines Produktes wird entlang am Wertschöpfungsprozess aufgenommen, das Energiesparpotenzial am Produkt und im Unternehmen ermittelt und Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, die dann entsprechend umgesetzt werden können. Dabei gibt es keine Standardlösungen für alle Industriebereiche, aber doch gewisse "Grundregeln". Je nach Produktionsstruktur sind auch bei unveränderter Maschinen- und Anlagentechnik hohe Einsparungen durch organisatorische Maßnahmen möglich. "Eine signifikante Energieverbrauchsminimierung ist meist nur durch viele Einzelmaßnahmen erreichbar, die eine detaillierte Analyse und Systemverständnis voraussetzt," erklärt Minichmayr und warnt vor zu großen spontanen Erfolgen. "Große Sprünge in der Effizienz gelingen in der Regel nur im Zuge von Investitionszyklen."

Dr. Franz Urban vom Österreichischen Energiekonsumenten-Verband (ÖEKV) erkannte in seinem Vortrag die große Bedeutung von Energieeffizienz und Energiemanagement als Kostensenker für KMU. " Hohe Energieeffizienz, d.h. möglichst wenig Energieeinsatz bei höchstem Nutzen, erreicht man auf Dauer nur, wenn die einmal getroffenen Maßnahmen regelmäßig überprüft und entsprechend in einem Masterplan festgehalten werden", erklärt Urban die Vorgehensweise bei KMU. So können allein durch ein verändertes Nutzungsverhaltens um bis zu zehn Prozent Energie eingespart werden.

Doch wie groß in Unternehmen Einsparpotenziale tatsächlich sein können, wurde am Praxiseinsatz bei Fronius aufgezeigt. "Werden erneuerbare Energiequellen richtig genutzt und bestenfalls vor Ort auch produziert, kann schon heute die Energieeffizienz enorm verbessert werden", erklärte Roland Prötsch, Leiter Produktmarketing Solartechnik der Fronius International.

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Dipl.-Wirtsch.-Ing.
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