- 20.10.2009, 09:30:11
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Hubschrauberbergungen: Allianz beendet die finanzielle Bergnot
Wien (OTS) - In der Wintersaison werden jedes Jahr rund 6.000
Hubschraubereinsätze geflogen, um verletzte Wintersportler zu bergen.
Und vier von fünf Unfallopfern bleiben auf den Bergungskosten von
durchschnittlich 3.000 Euro sitzen. Die Allianz macht mit ihrem
Partner Alpgarant diesem Kostenrisiko jetzt ein Ende.
Hubschrauberbergungen sorgen seit Jahren für Schlagzeilen in den
Medien. Grund dafür: Die Sozialversicherung zahlt erst bei
lebensbedrohlichen Verletzungen einen Teil der Rechnung für den
Flugrettungseinsatz. Die Patienten bleiben deshalb sehr oft auf
Kosten von mehreren tausend Euro sitzen. Die Allianz und Alpgarant
stellen deshalb ein neuartiges Konzept vor, wie dieses Dilemma gelöst
werden kann. Die Wiener PatientInnenanwaltschaft begrüßt die auf der
Riesneralm bereits erfolgreich umgesetzte Lösung als beispielhaft für
die österreichischen Ski- und Bergsportregionen.
Einzigartiges Sicherheitskonzept
Die Allianz hat mit ihrem Know-how im Risk Management ein in
Österreich und auch Europa einzigartiges Rettungskonzept ermöglicht,
um Bergsportlern zu allen Jahreszeiten aus der Bergnot zu helfen. Das
Konzept des Serviceproviders Alpgarant, das von der Allianz
finanziert wird, heißt SAFE-R (safety area for extensive rescue) und
gibt Unfallopfern die Sicherheit, dass Bergungskosten bis zur Höhe
von 4.500 Euro von der Allianz übernommen werden. Voraussetzung dafür
ist, dass der Betreiber der Bergbahn SAFE-R für die Benützer seiner
Anlage abgeschlossen hat. Dadurch sind Gäste jener Region, die über
die jeweilige Liftanlage oder Bergbahn erreichbar ist, mit der
Liftkarte automatisch gegen das Bergungskosten-Risiko nach einem
Unfall versichert. Der Versicherungsschutz beginnt mit der ersten
Benützung der Anlage, die Kosten dafür belaufen sich auf nur einen
Euro pro Tag, für Kinder ist er gratis. Nicht versichert sind Unfälle
infolge von Bewusstseinsstörungen durch Alkohol- und Drogenkonsum.
Doch der Deckungsumfang erstreckt sich auch auf Risikosportarten, die
üblicherweise von privaten Unfallversicherungen ausgeschlossen sind -
also z.B. Paragleiten und Extrembergsteigen.
Kein finanzieller Beinbruch - kein lästiger Papierkram
"Mit einem Euro pro Tag haben Bergsportler die Gewissheit, dass
wir sie im Ernstfall aus der teuren Bergnot retten", erklärt Michael
Sturmlechner, der im Kundengruppenmanagement der Allianz für das
Firmenkundengeschäft zuständig ist. "Sie müssen sich keine Gedanken
darüber machen, ob das enorme Bergungskosten-Risiko über die private
Unfallversicherung, eine Kreditkarte oder einen Schutzbrief abgedeckt
ist. Mit uns haben sie die Sicherheit, dass auf das gebrochene Bein
kein finanzieller Beinbruch folgt."
PatientInnenanwalt begrüßt Pilotprojekt Riesneralm
"Dieser Komfort findet breite Akzeptanz", betont Alexander Bauer,
Geschäftsführer von Alpgarant. "Neun von zehn Österreichern sagen ja
zu SAFE-R und sind auch bereit, dafür einen höheren Kartenpreis in
Kauf zu nehmen." Alpgarant übernimmt für die Unfallopfer die gesamte
Abwicklung und kümmert sich um die Verrechnung mit Rettungsdiensten,
Krankenkassen und Versicherungen. "Wir erledigen für die Betroffenen
die langwierigen bürokratischen Wege und ersparen ihnen durch unser
umfassendes Dienstleistungspaket einen enormen administrativen
Aufwand", so Bauer.
"Jetzt liegt es an den Betreibern von Skiliften und Bergbahnen,
sich zu entscheiden, ob sie ihren Gästen unnötige Härtefälle ersparen
möchten", ergänzt Sturmlechner und verweist auf die Empfehlung des
Wiener PatientInnenanwalts Prof. Dr. Konrad Brustbauer: "Da die
Krankenkasse nicht in allen Fällen, sondern nur bei Vorliegen
entsprechender medizinischer Indikation für einen Teil der Kosten
aufkommt, ist eine private Vorsorge bzw. Versicherung derzeit
unbedingt empfehlenswert." Für Alles und Jedes zahle man beim
Liftpreis mit, von der gut präparierten Piste bis hin zur künstlichen
Beschneiung. "Für die eigene finanzielle Absicherung und Gesundheit
sollte da auch noch ein bisschen Platz sein", so Brustbauer.
Finanziell verhängnisvoll: Diagnose im Nachhinein
Die Empfehlung beruht auf der Tatsache, dass die gesetzliche
Krankenversicherung die Bergungskosten nicht übernehmen darf, wenn
der Flugtransport medizinisch nicht begründet war - also kein Notarzt
notwendig gewesen wäre. Und selbst wenn der Transport aufgrund der
Schwere der Verletzung vom Notarzt beauftragt wurde, bleiben viele
Patienten auf den Kosten sitzen. Grund dafür ist die nachträgliche
chefärztliche Diagnose, die anhand des so genannten NACA-Score
erfolgt. Dieser Index wurde vom National Advisory Committee for
Aeronautics ursprünglich für Unfälle in der Luftfahrt entwickelt und
später vom US-Militär im Vietnamkrieg als Triage-Instrument
eingesetzt. Mit diesem Selektionsverfahren wird bei Militäreinsätzen
bzw. Rettungs-Großeinsätzen entschieden, wie die knappen personellen
und finanziellen Ressourcen unter einer Vielzahl von Verletzten am
effizientesten aufgeteilt werden.
"Am Berg müssen bessere Maßstäbe angelegt werden"
"Eigentlich ist es unverständlich, dass sich die
Sozialversicherung bei der Beurteilung, ob der Hubschraubereinsatz
gerechtfertigt war, im Nachhinein am NACA-Score orientiert",
kritisiert Sturmlechner. Bei Rettungs-Großeinsätzen mache es Sinn,
vor Ort den Schweregrad von Verletzungen zu beurteilen, um keine Zeit
zu verlieren und mit der Versorgung jener Personen zu beginnen, die
Erste-Hilfe-Maßnahmen am dringendsten brauchen, aber für Bergunfälle
müssten andere Maßstäbe angelegt werden als bei
Katastropheneinsätzen.
Downloads von http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news/
Abdruck honorarfrei
- Foto Michael Sturmlechner (C) Allianz
- Foto Alexander Bauer (C) Alpgarant
- Foto Prof. Dr. Konrad Brustbauer (C) Wiener Pflege-, Patientinnen-
und Patientenanwaltschaft
Nützliche Links:
Jahresbericht der Bergrettung: http://www.ots.at/redirect/Bergrettung
Studie über Flugrettung: http://www.ots.at/redirect/flugrettung
Grafik zu Einsatzdaten: http://www.ots.at/redirect/Einsatzdaten
Alpgarant: http://alpgarant.com/de/
Rückfragehinweis:
Günter Kornfeld Unternehmenskommunikation Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft Tel: 01/878 07 - 80738, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: www.allianz.at
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