- 18.10.2009, 11:05:07
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VP-Wien: Keine Transparenz bei schwer defizitären Vereinigten Bühnen Wiens
Droht heuer Verlust von 50 Millionen Euro?
Wien (OTS) - Der Sonderausschuss zu den Finanzproblemen der
Vereinigten Bühnen Wiens brachte keine Klarheit über das heurige
Defizit. Konkrete Fragen über den tatsächlichen Finanzbedarf der
Vereinigten Bühnen Wien konnte oder wollte Geschäftsführer Thomas
Drozda nicht beantworten. Keine Klärung fanden auch die Fragen nach
den Einspielergebnissen der Musicalsparte und die Kosten der
gefloppten Produktionen "The Producers" und "Frühlings Erwachen im
Ronacher sowie nach den aktuellen Besucherzahlen im Raimundtheater.
Drozda erklärte, dass zur Finanzierung Rücklagen bis zur Höhe von 10
Millionen Euro aufgelöst werden könnten. "Das lässt befürchten, dass
der Abgang der Vereinigten Bühnen Wien heuer bis zu 50 Millionen Euro
betragen wird", so ÖVP Wien-Kultursprecher LAbg. Franz Ferdinand Wolf
nach der Sitzung.
"Die seit Jahren verschleppten Strukturreformen der Vereinigten
Bühnen Wiens führen offenbar zu einem finanziellen Desaster zu Lasten
der Steuerzahler", so der VP-Politiker weiter. Offenbar haben die
Sparmaßnahmen bisher nicht gegriffen. Auch das Engagement von rund
100 zusätzlichen Mitarbeitern hat das Defizit explodieren lassen.
Aber auch der Funktionssanierung des Ronacher, die erst im Jahre 2008
abgeschlossen wurde und 46,8 Millionen Euro verschlungen hat, müssen
offenbar weitere teure Sanierungsschritte folgen, deren Höhe die
Vereinigten Bühnen Wien derzeit nicht offen legen. "Für die kommenden
Jahre sind anscheinend weitere hohe Kosten für die Sanierung des
Ronachers in Sicht. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ist
offensichtlich nicht an Transparenz in seinem Ressort gelegen. Das
hat die Sondersitzung jedenfalls wieder einmal eindrucksvoll
bewiesen," so ÖVP Kulturausschussmitglied LAbg. Bernhard Dworak
abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: 0664 - 83 83 202
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