- 16.10.2009, 12:23:15
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Transfer-Konto: BZÖ-Bucher: Josef Pröll nicht mehr ernst zu nehmen
"Bucher-Flat-Tax-Modell" würde Leistungsträger und Mittelstand entlasten
Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Abg. Josef Bucher forderte heute
den ÖVP-Obmann und Finanzminister Josef Pröll auf, endlich die Karten
auf den Tisch zu legen, was er künftig im Steuersystem vorhat. "Pröll
redet ständig um den heißen Brei herum, spricht von einem völlig
undefinierbaren Transfer-Konto, sagt aber nie wirklich was er will.
Wer glaubt noch einem Finanzminister, der mit falschen Zahlen
operiert? Pröll ist nicht nur ein Schuldenvize, sondern jetzt auch
ein Schummelvize."
Bucher kritisierte, dass die Regierung mit dem derzeitigen System die
Faulheit fördert. "Wenn sich das verfügbare Einkommen zweier
Familien, die eine hat ein Bruttohaushaltseinkommen von 1.900 Euro,
die andere 3.800 Euro, nur um 39 Euro pro Monat unterscheidet, dann
fragen sich die Menschen zurecht, warum sie überhaupt arbeiten gehen
sollen."
Der BZÖ-Chef forderte die Einführung des sozial gerechten und
leistungsorientierten "Bucher-Flat-Tax-Modells". Die Lohn- und
Einkommenssteuer sowie die SV-Beiträge werden durch eine
Einheitsabgabe ersetzt. Beispiel: Bei einem Gehalt von 21.000 Euro
sind 11.000 Euro Freibetrag steuerfrei. Von den restlichen 10.000
Euro werden 44 Prozent Steuer inklusive Sozialversicherungsbeiträge
abgezogen. Dies ergibt eine Ersparnis von 878 Euro. Weiters soll es
nur mehr eine Eintreibungs- und Auszahlungsbehörde geben, nämlich das
Finanzamt. "Dieses System entlastet insbesondere die Leistungsträger
und den Mittelstand und würde massive Einsparungen in der Verwaltung
bringen. Ich frage mich, worauf Pröll noch wartet, um diese Maßnahmen
endlich umzusetzen", so Bucher.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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