• 16.10.2009, 11:54:49
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  • OTS0159 OTW0159

OMV für raschen Bau der Bratislava-Schwechat-Pipeline (BSP)

Wien (OTS) -

- Entscheidender Lückenschluss im transeuropäischen Pipelinenetz
- Pipeline erhöht Versorgungssicherheit Österreichs
- Memorandum of Understanding zwischen Österreich und Slowakei
untermauert strategisches Pipeline-Projekt

Bundesminister Reinhold Mitterlehner und sein slowakischer
Amtskollege Lubomír Jahnátek unterzeichneten heute in Bratislava ein
"Memorandum of Understanding" zur engeren Zusammenarbeit im Öl- und
Gasbereich zwischen Österreich und der Slowakei.

Von entscheidender Bedeutung ist der in der Absichtserklärung
enthaltene, strategisch wichtige Lückenschluss im transeuropäischen
Pipelinenetz durch den Bau einer Rohölpipeline zwischen Bratislava
und Schwechat. Der Bau der Bratislava-Schwechat-Pipeline (BSP) mit
einer Länge von 60 km und einer Gesamtkapazität von 2,5 bis 5 Mio.
Tonnen pro Jahr ermöglicht den Anschluss an das bestehende 3000 km
lange russische Pipelinenetz und damit den direkten Import von
russischem Rohöl in die Raffinerie Schwechat.

Die für die Umsetzung des Pipeline-Projekts zuständigen
Unternehmen OMV und die slowakische Transpetrol bekräftigten heute
ihr Engagement am Projekt und sicherten eine rasche Umsetzung zu.
"Die OMV ist eine treibende Kraft im BSP-Projekt. Mit dieser Pipeline
wird die Versorgungssicherheit Österreichs weiter ausgebaut werden.
Wir freuen uns daher, dass unsere langjährigen Bemühungen nun auch
auf ministerieller Ebene zu einem entsprechenden Übereinkommen
geführt haben", so OMV Generaldirektor Stv. und Vorstand für den
Geschäftsbereich Refining & Marketing Gerhard Roiss.

Bereits seit 2003 wird das Projekt von OMV Seite vorangetrieben.
Verzögert wurde die Realisierung u.a. durch die Auflösung des
russischen Yukos-Konzerns und den damit verbundenen Unklarheiten über
die Eigentümerstruktur des Projektpartners Transpetrol (damals zu 49%
im Besitz von Yukos Finance). Transpetrol befindet sich heute zu 100%
im slowakischen Staatsbesitz.

Im Zuge des heutigen Pressegespräches in Bratislava unterstrich
Roiss die Wichtigkeit des Projekts einmal mehr: "Durch den Bau dieser
Rohölpipeline wäre die Lieferung von Rohöl nach Österreich erstmals
direkt aus Russland möglich. Diese Diversifizierung ist für
Österreich äußerst wichtig, da dadurch Abhängigkeiten von anderen
Transportwegen deutlich reduziert werden." Derzeit wird die
Raffinerie Schwechat vom Hafen Triest aus über die Transalpine
Ölleitung und weiter über die Adria Wien Pipeline mit importiertem
Rohöl versorgt. Von strategischer Bedeutung ist auch, dass die BSP
Pipeline die Versorgung der Raffinerie in Bratislava im Falle von
Lieferunterbrechungen unterstützen könnte. Der Rohölfluss ist in
beide Richtungen geplant.

Wie wichtig dieses Projekt ist, zeigt die Tatsache, dass im
heurigen Juni aufgrund von massiven Regenfällen und Hangrutschungen
in Niederösterreich die Adria Wien Pipeline für einige Tage außer
Betrieb genommen werden musste. Auch im russischen Pipelinenetz, das
die Raffinerie Bratislava versorgt, kam es in der Vergangenheit
bereits zu Lieferunterbrechungen. Die durch den Bau der BSP
realisierte Diversifizierung der Transportrouten und der geplante
"Reverse-Flow" werden die Versorgungssicherheit beider Länder
entschieden erhöhen.

Neben der Erhöhung der Versorgungssicherheit für Österreich, so
Roiss, führe der Lückenschluss im Pipelinenetz auch zu einer Stärkung
der Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerie Schwechat. "Für die OMV hat
dieses Projekt höchste Priorität. Sobald die notwendigen rechtlichen
Rahmenbedingungen auf slowakischer Seite erfüllt sind, bin ich
zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit unserem Partner Transpetrol
das Projekt zügig finalisieren werden." Kritisch ist in diesem
Zusammenhang, dass die Routen-Genehmigung für die rund 10
Pipeline-Kilometer auf slowakischem Gebiet noch immer offen ist. Die
Wegerechte für die 50 österreichischen Kilometer sind seit langem so
gut wie gesichert. "Wir hoffen nun, dass diese letzte Hürde auf
slowakischer Seite bald überwunden wird", so Roiss abschließend.

Hintergrundinformationen:

OMV Aktiengesellschaft

Mit einem Konzernumsatz von EUR 25,54 Mrd und einem
Mitarbeiterstand von 41.282 im Jahr 2008 ist die OMV
Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten
Industrieunternehmen Österreichs. Als führender Energiekonzern im
europäischen Wachstumsgürtel ist der OMV Konzern im Bereich
Raffinerien & Marketing (R&M) in 13 Ländern tätig. Im Bereich
Exploration & Produktion (E&P) ist die OMV in 17 Ländern auf vier
Kontinenten aktiv. Der Bereich Gas & Power (G&P) verkauft jährlich
rund 13 Mrd m3 Gas. In Baumgarten, eine der bedeutendsten
Erdgasdrehscheiben Europas, werden rund 66 Mrd m3 Erdgas pro Jahr
weiterverteilt. Der Central European Gas Hub der OMV zählt zu den
drei größten Hubs Kontinentaleuropas.

Die OMV ist der führende Energiekonzern im europäischen
Wachstumsgürtel mit Öl- und Gasreserven von rund 1,2 Mrd boe, einer
Tagesproduktion von rund 311.000 boe und einer jährlichen
Raffineriekapazität von rund 26 Mio t. OMV verfügt nunmehr über 2.483
Tankstellen in 13 Ländern. Der Marktanteil des Konzerns im Bereich
R&M im Donauraum beträgt damit rund 20%.

Durch den Erwerb von 41,58% an der Petrol Ofisi, Türkeis führendem
Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft, baute die OMV ihre
führende Position im europäischen Wachstumsgürtel weiter aus.

Mit dem OMV Future Energy Fund wurde im Juni 2006 eine eigene
Gesellschaft gegründet, die Projekte zu Erneuerbaren Energien mit
mehr als EUR 100 Mio finanziell unterstützen wird. Damit will die OMV
den Übergang von einem reinen Erdöl- und Erdgaskonzern zu einem
Energiekonzern einleiten, der Erneuerbare Energien in seinem
Portfolio hat.

OMV Corporate Social Responsibility (CSR)

Die OMV hat den UN Global Compact unterzeichnet und fördert aktiv
die Werte, zu denen sie sich in ihrem Code of Conduct verpflichtet
hat. Sie übernimmt Verantwortung für Mensch und Umwelt, vor allem in
sozial und wirtschaftlich sensiblen Regionen. Die OMV setzt laufend
Schritte, um die wirtschaftliche, ökologische und soziale Dimension
in ihrem geschäftlichen Handeln verantwortungsvoll zu
berücksichtigen. Das Unternehmen berichtet regelmäßig über seine
entsprechenden Aktivitäten in einem Nachhaltigkeitsbericht, der
gemeinsam mit dem Geschäftsbericht erscheint, und orientiert sich
dabei an den international anerkannten Berichtsstandards der Global
Reporting Initiative (GRI).

Rückfragehinweis:

OMV Presse:
   Michaela Huber
   Tel.: 0043 1 40440 21661
   E-Mail: [email protected]
   
   Sven Pusswald
   Tel.: 0043 1 40440 21246
   E-Mail: [email protected]

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