Gahr: ORF soll Empfehlungen des Rechnungshofs ernst nehmen

Sparen dort, wo es möglich ist: bei Struktur, Abläufen und Personal

Wien (ÖVP-PK) - Der Rechnungshof hat in seinem Prüfbericht aufgezeigt, dass im ORF enormes Sparpotenzial steckt. Dem ORF fehlt es nach wie vor an einer "umfassenden Gesamtstrategie", er hat "ineffiziente Organisationsstrukturen" und leidet unter "nicht realisierten Einsparungspotenzialen und hohen Personalkosten". Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Rechnungshofsprecher Abg. Hermann Gahr in der Rechnungshof-Ausschusssitzung. ****

"Das ORF Management ist nun gefordert, die Empfehlungen des Rechnungshofes zu beherzigen und ein Gesamtkonzept vorzulegen, welches die notwendigen strukturellen und inhaltlichen Reformen beinhaltet. Ich sehe beim ORF vor allem drei Einsparungspotenziale, die es voll auszuschöpfen gilt, ohne dass es zu einem Qualitätsverlust bei Programm und Mitarbeitern kommt. Die Strukturen müssen gestrafft, die Abläufe effizienter und das Personal -besonders bei Doppelgleisigkeiten - reduziert werden", so Gahr.

Der ORF müsse sich dringend den neuen Marktbedingungen anpassen und ein handlungsfähiges Management auf die Füße stellen. "Das Privatangebot wird dichter, und der ORF-Stiftungsrat mit 35 Mitgliedern ist viel zu groß. Wir brauchen ein schlagkräftiges Aufsichtsgremium, das den ORF in eine sichere Zukunft führt", betont der ÖVP-Rechnungshofsprecher.

Solange der ORF nicht die notwendigen strukturellen und inhaltlichen Reformen umsetzt, werde man keine weiteren Steuergelder in den ORF "pumpen". "Bei allem Verständnis für die schwierige finanzielle Situation, in der sich der ORF befindet, aber dem Bürger - respektive dem Gebührenzahler - ist keine weitere finanzielle Last betreffend ORF mehr zumutbar! Der Generaldirektor hat die Empfehlungen des Rechnungshofes voll umzusetzen und alle erforderlichen Straffungsmaßnahmen einzuleiten sowie die vom Stiftungsrat im April beschlossenen Einsparungen im Bereich Mitarbeiter, Führungskräfte und Reduktion der Abteilungen fortzusetzen. Oberste Priorität ist jedoch die Wahrung des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF, ohne Verlust von Qualität und Inhalten", schloss Gahr.
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