Hahn präsentiert 3-Schritte-Plan für faire Studienbedingungen

Unterstützung für Unis die um Zugangsbeschränkungen ansuchen

Wien (OTS) - Im Hinblick auf die Situation an den österreichischen Universitäten zu Semesterbeginn hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn heute einen 3-Schritte Plan für faire Studienbedingungen vorgestellt.

"Um unser gemeinsames Ziel mehr jungen Menschen den Abschluss eines Studiums unter fairen Bedingungen und in guter Zeit zu ermöglichen, müssen wir drei Schritte setzen. Klare Spielregeln, bessere Information der Studierenden und eine größere finanzielle Unterstützung der Studierenden bei gleichzeitig fairen Beiträgen, für jene die sie leisten können", beschrieb der Wissenschaftsminister seinen 3-Schritte Plan.

Aktuell rechnen Expert/inn/en des Wissenschaftsministeriums mit einem Anstieg der Studierendenzahlen im beginnenden Wintersemester von rund 20 % auf 285.000 bis 300.000 Studentinnen und Studenten. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger wird auf 45.000 bis 50.000 geschätzt, ein Plus von etwa 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz der gestiegenen Budgets der Universitäten könne kein System einen solchen Anstieg ohne Auswirkungen verkraften, so Hahn, der heute mit einem 3-Schritte-Plan seine weitere Vorgangsweise skizzierte.

3-Schritte-Plan als gesamthafter Lösungsweg

Punkt Eins des 3-Schritte-Plans betrifft die fairen Spielregeln und damit vor allem die Nutzung der Möglichkeiten im Rahmen der von ÖVP und SPÖ beschlossenen UG-Novelle, die mit 1. Oktober in Kraft trat. Diese sieht vor, dass in Studienfächern, in denen auf Grund des deutschen Numerus clausus und der dadurch nach Österreich kommenden deutschen Studierenden unverantwortbare Studienbedingungen herrschen, die Universitäten einen Antrag auf Zulassungsbeschränkungen stellen können.

Hahn berichtete, dass ein erster solcher Antrag von den Universitäten Wien, Klagenfurt und Salzburg für das Fach der Kommunikationswissenschaften eingebracht werde. "Ich sichere den Universitäten für diesen Schritt meine vollste Unterstützung zu", so der Wissenschaftsminister.

Als zweiten wesentlichen Schritt nannte Hahn den Ausbau der Studierendenberatung an den Schulen. Hier werden die Arbeiten zum flächendeckenden Ausbau der "Studienchecker" intensiviert. "Jede/r Maturant/innen, die/der die Schule verlässt, soll umfassend und individuell über die Möglichkeiten an den Universitäten und Hochschulen informiert worden sein", lautet das Ziel des Wissenschaftsministers.

Ausbau der finanziellen Unterstützung bei fairen Beiträgen

Als abschließenden Teil seines 3 Schritte Plans bekräftigte Hahn seinen Vorschlag, das Stipendienwesen in Österreich bei gleichzeitiger Einführung fairer Studienbeiträge massiv auszubauen. Diese hätten über ihren positiven Lenkungseffekt dazu geführt, dass Studierende erfolgreicher und rascher ihr Studium abschlossen, so Hahn, der auf die vorliegenden Zahlen zwischen den Jahren 2000 und 2008 verwies.

So stieg die Zahl der Studienabschlüsse in diesem Zeitraum von rund 15.500 im Jahr 2000 auf etwa 24.000 im Jahr 2008. Der Anteil der prüfungsaktiven Studierenden wuchs von 65 % auf 85 %, gleichzeitig verbesserte sich die durchschnittliche Studienzeit von 14 auf 12 Semester.

"Ich freue mich als Wissenschaftsminister über jeden jungen Menschen, der an der Universität sein Studium beginnt. Ich sehe es als meine zentrale Aufgabe gemeinsam mit den Unis dafür zu sorgen, dass jede und jeder der auch wirklich studieren will, das auch kann. Das ist das Ziel des heute vorgestellten 3-Schritte-Plans", schloss der Wissenschaftsminister.

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