Karas zum EVP-Sprecher im Sonderausschuss zur Finanzkrise gewählt

Europäische Volkspartei bestellt ausgewiesenen Finanzmarktexperten zum Verhandlungsführer

Brüssel, 15. Oktober 2009 (OTS) EVP-Vizepräsident Mag. Othmar Karas ist einstimmig zum Sprecher und Verhandlungsführer der größten Fraktion des Europäischen Parlaments im neu eingesetzten Sonderausschuss zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise gewählt worden. Als Chefverhandler des Europaparlaments zur Bankenrichtlinie und langjähriger ausgewiesener Experte für den Binnen- und Finanzmarkt wurde Karas von seiner Fraktion damit betraut, die Position der Europäischen Volkspartei in diesem Ausschuss zu vertreten. "In diesem Sonderausschuss werden wir die anstehenden Arbeiten des Parlaments in der Bewältigung der Wirtschaftskrise unterstützen und die geplanten Maßnahmen sowie ihre Umsetzung durch die Mitgliedstaaten rigoros überprüfen", so Präsident des Hilfswerkes Karas. Der Sonderausschuss sei dabei aber nicht ausschließlich auf den Finanzmarkt reduziert, sondern beschäftige sich vor allem auch mit einer Stärkung des Binnenmarktes. "Die Analyse der Gründe für die Finanz- und Wirtschaftskrise ist nur ein Teil unserer Aufgabe. Mir ist aber vor allem die Bewertung der langfristigen Konsequenzen und die Erarbeitung konkreter Lösungsvorschläge ein grundlegendes Anliegen", so Karas weiter. ****

Der Sonderausschuss zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise soll die kommenden zwölf Monate tagen und eine gründliche Analyse und Bewertung des Ausmaßes der ökonomischen, finanziellen und sozialen Krise, ihrer Auswirkungen der auf die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten und des Stands der weltweiten Governance vornehmen. Ebenso wird sich der Ausschuss konkrete Maßnahmen vorschlagen, um intakte und dauerhaft tragfähige Finanzmärkte langfristig wiederherzustellen, die in der Lage sind, nachhaltiges Wachstum, sozialen Zusammenhalt und Beschäftigung auf allen Ebenen zu unterstützen. Der Ausschuss soll außerdem die Koordinierung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Förderung von langfristigen Investitionen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Demografie und Klima unter Berücksichtigung des Subsidiaritätsprinzips untersuchen. "Wir brauchen eine vernünftige Ordnungspolitik nach dem Verantwortungsmodell der öko-sozialen Marktwirtschaft. Die positiven Entwicklungen beim Ratifizierungsprozess des Vertrags von Lissabon stellen dafür die optimale Voraussetzung dar."

"Mir geht es aber nicht nur um Vorschläge allein, sondern vor allem auch um die Anwendung des beschlossenen Gemeinschaftsrechts in allen Mitgliedstaaten. Die Wirtschaftskrise hat deutlich gezeigt, dass gemeinsames Handeln und neue gemeinsame Regeln unausweichlich sind. Hier darf sich kein Mitgliedsland ausnehmen - ebenso wie auch kein Mitgliedsland in der Lage ist, die Finanz- , Wirtschafts- und Sozialkrise alleine zu bewältigen. Das ist eine europäische Aufgabe -und dieser Aufgabe wird sich der Ausschuss widmen", so Karas abschließend.

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