Sicher zu Fuß in der Stadt

FußgängerInnenseminar zu Freiraumqualitäten im urbanen Raum

Wien (OTS) - Die Füße, als unser ursprünglichstes Fortbewegungsmittel, tragen uns tagtäglich durch die Stadt, sei es zu unserer Arbeitsstätte, zum Einkauf oder nach Hause. Am 15. und 16. Oktober stehen im Rahmen des "FußgängerInnenseminars" alle Themen rund um die Qualität des Zu-Fuß-Gehens im Mittelpunkt. Veranstalter ist der Österreichische Verein für FußgängerInnen walk-space.at, gemeinsam mit der Arbeiterkammer Wien. Geschärft wird das Bewusstsein für die Bedeutung des Fußgängerverkehrs durch die begrüßenden Worte des Wiener Planungsstadtrats Rudi Schicker und der Kammerrätin Barbara Teiber der AK-Wien. "Der Anteil des FußgängerInnenverkehrs befindet sich in Wien auf einem erfreulich hohen Niveau, weshalb es unser Ziel sein muss, diesen Wert einerseits langfristig zu stabilisieren und andererseits die Verkehrssicherheit für die Wiener FußgängerInnen weiter zu verbessern. 2008 konnten wir aufgrund der bereits umgesetzten Maßnahmen einen neuerlichen Rückgang bei den FußgängerInnenunfällen verzeichnen", betonte Stadtrat Schicker in seiner Begrüßung.

FußgängerInnen werden stärker in Planung berücksichtigt

Zu-Fuß-Gehen wird nicht mehr als Selbstverständlichkeit betrachtet. Vor allem auf kurzen Strecken ist die Bedeutung des Zu-Fuß-Gehens nicht zu unterschätzen. Die Bedürfnisse der FußgängerInnen werden immer stärker in Planungen berücksichtigt. Wie dies geschieht und welche Anforderungen künftig berücksichtigt werden sollten, erläutern - vor ca. 100 TeilnehmerInnen - ReferentInnen aus Wien, Niederösterreich der Steiermark und aus Berlin.

ExpertInnen aus dem Bereich Verkehrs- und Raumplanung als auch der Verwaltung schildern ihre aktuellen Erfahrungen hinsichtlich Neuplanungen wie beispielsweise in Aspern und dem Zielgebiet "Westgürtel-Gründerzeit". Schließlich bieten städtische Strukturen aufgrund ihrer Dichte ein großes Potential für engmaschige Fußwegenetze. Kurze Wege innerhalb der
Stadt mit deren Hilfe zahlreiche Ziele erreichbar sind, erhöhen die Attraktivität des Zu-Fuß-Gehens und ermöglichen eine umweltschonende Mobilität. Grünbereiche, Sitzgelegenheiten und Querungsmöglichkeiten sind Qualitäten die Zu-Fuß-Gehende schätzen. Doch gerade dort, wo viele Menschen mit verschiedensten Fortbewegungsmitteln ihren Alltag bewältigen, braucht es auch Sicherheit. Sichere Querungen mittels Gehsteigvorziehungen, Fahrbahn- bzw. Plateauanhebungen oder Mittelinseln sind nur einige der zahlreichen Maßnahmen, die Zu-Fuß-Gehenden zur Verfügung gestellt werden können.

Stadt Wien präsentiert Good-Practice-Beispiele

Die Entwicklung des Sicherheitsaspektes für FußgängerInnen v.a auf Schutzwegen wird durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit Österreichweit dargestellt und für Wien durch die Vorstellung des Verkehrssicherheitsprogrammes der Stadt Wien durch Herrn DI Skoric (Magistratsabteilung 46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten). Für die Arbeiterkammer Wien sollen Menschen, die zu Fuß in die Arbeit gehen, dies sicher und bequem tun können - durch attraktive Fußweggestaltung, zusammenhängende Fußwegenetze, ausreichend Platz und Raum sowie fußgängerfreundliche Ampelschaltungen.

Die Stadt Wien zeigt beim FußgängerInnenseminar Good-Practice Beispiele "Barrierefreiheit" durch die Koordinatorin f. FußgängerInnen- und Jugendangelegenheiten der Magistratsabteilung 46, DI Gabriele Steinbach, sowie z.B. den Elterleinplatz im 17. Bezirk. Durch ein besseres Raumangebot zugunsten der FußgängerInnen (mehr Platz bei Wartebereichen, Platzgestaltung mit Aufenthaltsqualität) wurde versucht die Verkehrssicherheit zu erhöhen, als auch das Wohlbefinden von FußgängerInnen im Stadtraum zu verbessern. Die architektonische Neugestaltung der Fußgängerzone in der Kärtnerstraße im Bereich Graben und Stephansplatz wird zum Thema Qualitäten im Öffentlichen Raum präsentiert. Eine ansprechende Oberflächengestaltung trägt nicht nur zur Erneuerung bei sondern will den Passanten auch eine "Bühne für menschliche Aktivitäten" liefern. Aufgrund der hohen Fußgängerfrequenz und des starken Nutzungsdrucks stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Die Gestaltung des öffentlichen Raums bietet ein wesentliches Element für eine sozialverträgliche Verkehrsgestaltung.

Barrierefreie Mobilität

Bedacht soll aber auch auf jene Menschengruppe genommen werden, für die Mobilität keine Selbstverständlichkeit ist. Hierzu zählen jene Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen. Eine Barrierefreiheit kann nur erreicht werden in dem dieser Menschengruppe Orientierungshilfen wie Bodenleitstreifen und taktile Modelle gegeben werden. Referiert werden Besonderheiten hinsichtlich Baumaßnahmen sowie über Grundsätze und Normen.

Ziel ist den Erfordernissen des Zu-Fuß-Gehens künftig noch mehr Stellenwert einzuräumen und die Anforderungen einer fußgängerfreundlichen Planung und Straßenraumgestaltung in den Vordergrund zu rücken. Die Ergebnisse sollen zur Optimierung der Straßenraumqualitäten, der Verkehrssicherheit und zur Stärkung der Mobilitätschancen für FußgängerInnen beitragen.

o Detail zum Programm des Seminars: www.walk-space.at/images/stories/projekte/seminare/programm_seminar_w ien09.pdf o Foto: www.walk-space.at/images/stories/presse/pressefoto_wien.jpg o Ort des Seminars: Technisch gewerbliche Abendschule des bfi wien 4., Plösslgasse 13, 4. Stock

(Schluss) shm

Achtung: Zu dieser Meldung ist demnächst eine Bildberichterstattung geplant. In einer OTS-Aussendung wird auf die online-Abrufbarkeit noch hingewiesen.

Rückfragen & Kontakt:

DI Michael Klug
AK Wien - Abteilung Kommunalpolitik
Telefon: 01 501 65 3124
E-Mail: michael.klug@akwien.at

Manuela Doppler
Magistratsabteilung 46, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01 81114-92767
Mobil: 0676 8118 92767
E-Mail: manuela.doppler@wien.gv.at
www.verkehr-wien.at

Mag. Martin Schipany
Mediensprecher StR. DI Rudolf Schicker
Telefon: 01 4000-81416
E-Mail: martin.schipany.ms1@wien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
DI Dieter Schwab
Mobil: 0699 123 75 441
E-Mail: office@walk-space.at
www.walk-space.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0008