Europäische Woche: Reduzierung arbeitsbedingter Krankheiten durch Gefährdungsbeurteilung

Ein neuer Fallstudienbericht bietet Tipps zur Risikoprävention.

Wien (OTS) - Vom 19. bis 23. Oktober wird die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit stattfinden. Diese ist Teil der EU-Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze" und wird von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) und ihren Partnern veranstaltet. Ein neuer Fallstudienbericht bietet praktische Tipps zur Risikoprävention.

Seit Langem ist bekannt, dass die Gefährdungsbeurteilung den Schlüssel für ein solides Sicherheits- und Gesundheitsmanagement bildet, und es scheint, dass sich diese Erkenntnis mehr und mehr durchsetzt. Die Europäische Woche soll das Bewusstsein schärfen und dazu beitragen, dass die Bedeutung der Gefährdungsbeurteilung für jeden einzelnen Arbeitsplatz erkannt wird:

  • Arbeitgeber, Arbeitnehmer und andere wichtige Interessenträger werden ermuntert, sich aktiv an der gesamteuropäischen Kampagne zu beteiligen;
  • es wird das Bewusstsein dafür geschärft, dass sowohl aufgrund rechtlicher Verpflichtungen als auch aus praktischen Erwägungen Gefährdungen am Arbeitsplatz beurteilt werden müssen;
  • für die Gefährdungsbeurteilung wird eine einfache, schrittweise Herangehensweise empfohlen, kostenlose Literatur und Hilfestellung zu dem Thema finden sich auf zahlreichen Webseiten Österreichs, sowie der EU OSHA Seite.
  • die Unternehmen (Kleinstunternehmen und KMU) werden dazu ermutigt, ihre eigene Gefährdungsbeurteilung umfassend durchzuführen.

In Österreich findet dazu heuer am 12. November die Veranstaltung "Gefährdungsbeurteilung - ein wichtiger Baustein zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz" statt.
Im Rahmen der Kampagne hat die EU-OSHA einen Bericht mit dem Titel Beurteilung, Vermeidung und erhebliche Verringerung berufsbedingter Gefährdungen veröffentlicht. Hierin finden sich praktische Informationen über erfolgreiche Maßnahmen zur Beseitigung beziehungsweise Kontrolle von Gefährdungen an Arbeitsplätzen. Er richtet sich an die Personen, die für die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und die Entscheidungen über Präventivmaßnahmen verantwortlich sind.

Die Studien behandeln Themen wie die Vorbeugung von Verletzungen mit Injektionsnadeln in Krankenhäusern bis hin zur Verringerung von Gefährdungen bei der manuellen Handhabung von Lasten in einer Werft. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass viele Gefährdungen vollständig vermieden werden können und dass sich dort, wo dies nicht möglich ist, die Bekämpfung der Gefährdung an der Quelle als besonders wirkungsvoll erweist.

Weitere Infos:

Bericht "Beurteilung, Vermeidung und erhebliche Verringerung berufsbedingter Gefährdungen auf einen Blick" als download unter
http://osha.europa.eu/en/publications/reports/TEWE09001ENC/view

Leitfaden zur Gefährdungsbeurteilung für Unternehmen als download unter http://osha.europa.eu/de/topics/riskassessment

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