- 14.10.2009, 12:23:36
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Vorbereitungen für Impfungen gegen Neue Grippe laufen
Scharer bei Sitzung des Krisenstabes des Landes Salzburg
Salzburg (OTS) - "Es wird intensiv im Hintergrund gearbeitet, um
den Vorgaben des Bundes für die Maßnahmen gegen die Neue Grippe zu
entsprechen." Das betonte Gesundheitsreferentin Landesrätin Erika
Scharer heute, Mittwoch, 14. Oktober, in Salzburg bei der Sitzung des
Krisenstabes des Landes Salzburg, in der es um Maßnahmen im
Zusammenhang mit der Neuen Grippe "New Influenza A(H1N1)" ging.
Landessanitätsdirektor Hofrat Dr. Christoph König hielt fest, dass
die saisonale Grippe, wie sie jedes Jahr zur Grippezeit wiederkehrt,
wesentlich gefährlicher sei als die Neue Grippe in der aktuellen
Situation.
Dr. Robert Sollak von der Landessanitätsdirektion erläuterte, dass
vorbeugende Impfungen gegen die Neue Grippe gemäß dem Auftrag des
Bundesministeriums für Gesundheit zuerst für medizinisches Personal
vorgesehen sind, danach für Personen mit Grunderkrankungen (z.B.
Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) bis 50 Jahre und Schwangere,
dann für Personen, die Kinder betreuen, und schließlich für die
restliche Bevölkerung. Der Impfstoff Celvapan (R) wurde am 6. Oktober
zugelassen, es sind zwei Impfungen notwendig. Da der Impfstoff in
Zehnerpackungen geliefert wird und innerhalb von drei Stunden zu
verbrauchen ist, ergeben sich logistische Verteilungsprobleme, an
deren Lösung gearbeitet werde. Die Impfungen beginnen für
medizinisches Personal am 27. Oktober, für Personen für
Grunderkrankungen am 9. November.
Die Zahl der Erkrankungen wird weltweit mit zirka drei Millionen
geschätzt. Der weltweite Schwerpunkt bei den Todesfällen lag auf der
Südhalbkugel, dort ist inzwischen die kalte Jahreszeit und damit die
Grippezeit vorüber. In Salzburg gebe es bislang 81 bestätigte Fälle,
daneben gebe es eine Dunkelziffer von nicht gemeldeten Erkrankungen.
"Die Meldemoral in Salzburg ist im Österreich-Vergleich sehr hoch.
Die Situation darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Der weitere Verlauf ist derzeit nicht abzuschätzen. Wir sind
jedenfalls bestens vorbereitet", hielt Landesrätin Scharer fest.
Rund 600.000 Masken sind für Salzburg in drei Bundesheerlagern
gelagert und dienen als operative Reserve, informierte Dr. Sollak
weiter. Dies entbinde jedoch Unternehmen nicht von ihrer Pflicht,
selber entsprechende Vorräte an Masken anzulegen. Studien hätten
erneut gezeigt, dass häufiges Händewaschen und Schutzmasken wirksam
vor einer Übertragung schützen. Schlüsselpersonal, das bei Bedarf
vorbeugend das Grippeschutzmedikament Tamiflu (R) erhalten soll,
wurde großteils namentlich erfasst. Das Grippemittel sei ausreichend
vorhanden. Verbessert wurde der Informationsablauf für Schulen und
Kindergärten. Ein entsprechendes Informationsblatt für Eltern wurde
erstellt.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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