• 14.10.2009, 11:24:17
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Warnung vor dubiosen Lotto-Keilern

Österreichische Lotterien distanzieren sich und raten zur Vorsicht

Wien (OTS) - Die Urlaubssaison ist zu Ende, die Menschen sind
wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Allerdings nicht nur
jene, die Gutes im Sinn haben. Auch die Geschäftemacher und
Glücksritter sind wieder aktiv geworden. In den vergangenen Wochen
haben viele Arglose Bekanntschaft mit Vertretern mancher
Spielgemeinschaften gemacht, die per Telefon bzw. per E-Mail
versuchen, ahnungslose Bürger abzuzocken.

Diese Spielgemeinschaften oder von ihnen beauftragte Callcenter
versuchen, Personen zur Teilnahme an Lotto "6 aus 45" oder auch an
EuroMillionen zu bewegen. Oft unter der falschen beziehungsweise
missverständlich dargestellten Behauptung, im Auftrag der
Österreichischen Lotterien tätig zu werden. Eine ebenfalls beliebte
Möglichkeit an Kundendaten zu gelangen ist die Verständigung über
einen angeblichen Gewinn, den man bei einer Auslosung, zum Beispiel
unter E-Mail-Adressen, erzielt haben soll. Gleich nach dieser
Information über den vermeintlichen Gewinn versuchen die Anrufer,
persönliche Daten wie Adresse und Kontonummer herauszulocken.

Im Kunden-Servicecenter der Österreichischen Lotterien ist die Zahl
der Anrufe verunsicherter Spielteilnehmern in letzter Zeit deutlich
gestiegen. Die meist gestellte Frage: "Haben Sie bei mir angerufen?"

Die Antwort ist ein klares Nein. Die Teilnahme an Spielen der
Österreichischen Lotterien ist grundsätzlich anonym. Deshalb kann es
auch gar nicht sein, dass jemand von Lotterien-Mitarbeitern
telefonisch kontaktiert oder gar nach persönlichen Daten gefragt
wird. Die oft nur allzu verlockend dargestellten, besseren
Gewinnaussichten durch Tippgemeinschaften entpuppen sich bei
genauerer Betrachtung als Flop. Im besten Fall muss man etwaige
Gewinne mit zig anderen teilen, was zu extrem niedrigen Gewinnen für
den Einzelnen führt. Zusätzlich werden in aller Regel sogar noch
extrem hohe Verwaltungsgebühren einbehalten. Der beste Weg ist der in
die Annahmestelle, denn die Möglichkeit, einen Gewinn in voller Höhe
zu erzielen, hat man nur, wenn man selbst in die Annahmestelle geht
und seine Tipps alleine spielt.

Auch die Arbeiterkammer sieht sich immer wieder mit Anfragen von
Konsumenten konfrontiert. "Diese Spielvermittlungstätigkeit ist
grundsätzlich nicht gesetzwidrig. Zu überlegen ist jedoch, ob man -
gemeinsam mit vielen anderen unbekannten Spielteilnehmern - in einen
Pool einzahlt, für dessen Verwaltung zum Teil sehr hohe Beträge
einbehalten werden. Für die Vermittlung der Teilnahme am Lotto "6 aus
45" werden von diesen Tippgemeinschaften Verwaltungskostenbeiträge im
Extremfall bis zu 60 % des geleisteten Spieleinsatzes berechnet",
gibt AK-Expertin Mag. Ulrike Ginner zu bedenken.

Besondere Vorsicht ist dann geboten, wenn ein unbekannter Anrufer
nach der Kontonummer fragt: "Diese Anrufe sind ungesetzlich, denn
Telefonwerbung ist ohne ausdrückliche Einwilligung des Konsumenten
verboten", so Ginner. "Um unliebsame Überraschungen von vornherein zu
vermeiden, gilt: Seien Sie misstrauisch, insbesondere dann, wenn
Ihnen Gewinne versprochen werden, obwohl Sie gar nicht mitgespielt
haben. Und geben Sie Ihre persönlichen Daten keinesfalls per Telefon
oder E-Mail an Unbekannte weiter", rät die AK-Expertin.

Hat man sich trotzdem telefonisch zum Abschluss überreden lassen,
kann man innerhalb einer Woche vom Vertrag zurücktreten. Außerdem
kann ein vom Konto zu unrecht eingezogener Betrag innerhalb von 42
Tagen ohne Angabe von Gründen rückgefordert werden.

Rückfragehinweis:
Österreichische Lotterien , win2day.at, lotterien.at
Mag. Günter Engelhart, Gerlinde Wohlauf
Tel.: 01 790 70 / 1910, 01 790 70 / 1920

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