- 12.10.2009, 08:22:57
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Ausgestellte Tierquälerei auf der Pferdemesse "Apropos Pferd"
Besorgte Messebesucher wenden sich an VIER PFOTEN
Wien (OTS) - Die Messe "Apropos Pferd" ist Österreichs größte
Pferdemesse. 29.000 Besucher zählten die Veranstalter am vergangenen
Wochenende in der Arena Nova in Wiener Neustadt. Einige Besucher
wurden allerdings unangenehm überrascht: Ihnen bot sich ein Bild von
unterernährten und schlecht behandelten Pferde, die teilnahmslos in
kleinen Turnierboxen angebunden waren. Daraufhin meldeten sich die
besorgten Besucher bei der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.
Recherchen vor Ort zeigten ein entsetzliches Bild.
Der Allgemein- und Ernährungszustand einzelner Tiere war äußerst
bedenklich. Die Tiere waren daher keinesfalls in einem Zustand der
die Teilnahme an einer sportlichen Veranstaltung ermöglicht. Es ist
die Aufgabe der betreuenden und verantwortlichen Personen das Pferd
in die physische und psychische Lage zu versetzen die geforderte
Leistung im Sport, ohne Schaden zu nehmen, erbringen zu können.
Tiere, die offensichtlich in keiner optimalen physischen Verfassung
sind, müssen zwingend von sportlichen Veranstaltungen ausgeschlossen
werden.
"Vier Pfoten wird nicht tatenlos zusehen wie Pferde als
Sportgeräte missbraucht werden", betont Johanna Stadler-Wolffersgrün,
Mitglied der Geschäftsführung von VIER PFOTEN. "Die zuständigen
Amtstierärzte werden informiert. Pferde müssen als Partner
respektiert und in ihrer Aufgabe als Athleten jede notwendige
Unterstützung erhalten."
Viele Familien besuchen mit ihren Kindern die Apropos Pferd. Es
sollte dem Veranstalter daher ein Anliegen sein, die ethische
Verantwortung des Menschen gegenüber dem Partner Pferd besonders an
die jüngsten Besucher der Messe zu vermitteln. Tierschutzrelevante
Themen wie die Verbesserung der Haltungs- und Trainingsbedingungen
müssen einen größeren Stellenwert bei der Messe erhalten.
VIER PFOTEN fordert daher strengere tierärztlichen Kontrollen und
dass die vorgeschriebene Kontrolle der Pferdepässe bei
internationalen Messen unter gesichertem Sichtkontakt mit dem
jeweiligen Pferd stattfindet. Zudem sollten die Tiere auf Messen die
Möglichkeit haben, sich in den Arbeitspausen frei zu bewegen, anstatt
vier Tage und drei Nächte in kleinen Turnierboxen zu verbringen.
"Halter, Messeveranstalter und die zuständigen Tierärzte teilen
sich die Verantwortung für das Wohlergehen der Tiere auf solchen
Messen", stellt Stadler-Wolffersgrün klar. "Es muss alles unternommen
werden um sicherzustellen dass kranke oder geschwächte Pferde nicht
zusätzlich belastet werden, und dass gesunde Tiere ausreichend
Möglichkeit haben, sich zu bewegen und von der Arbeit zu erholen."
Rückfragehinweis:
Dr. Sabine Hartmann
Head of CC FAN
+43-1-545 50 20-34
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