Mailath: Späte Genugtuung für die Opfer der NS-Justiz

Kulturstadtrat besuchte mit Schulklasse die Ausstellung "Was damals Recht war..."

Wien (OTS) - "Die jüngste Einigung auf Rehabilitierung von Opfern der NS-Militärjustiz ist auch ein Resultat der Ausstellung 'Was damals Recht war...', weil damit die öffentliche Diskussion über das Thema wieder angeregt wurde", erklärte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny heute, Freitag, im Gespräch mit SchülerInnen des Gymnasiums Zirkusgasse im Anschluss an einen gemeinsamen Ausstellungsbesuch. "Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die SchülerInnen zum Nachdenken anzuregen und gerade bei jüngeren Menschen ein Bewusstsein für die dunklen Kapitel der Vergangenheit und die menschenverachtende Politik des NS-Regimes zu schaffen", so Mailath.

"Die Deserteure, die sich weigerten, an einem sinnlosen Krieg teilzunehmen und ihr Leben für ihre Überzeugungen aufs Spiel setzten, verdienen unseren vollen Respekt und unsere Anerkennung", betonte Mailath in der Diskussion im Anschluss an den Ausstellungsbesuch. "Dass ein österreichischer Politiker Deserteure auf eine Ebene mit Mördern stellt, ist eine unglaubliche Beleidigung für jene, die die Zivilcourage hatten, sich einem Unrechtsregime entgegenzustellen." Das geplante Rehabilitierungsgesetz bezeichnete Mailath als "wichtiges politisches Signal und eine längst überfällige Genugtuung für die Opfer der NS-Justiz".

Die eindrucksvolle Schau erinnert an mehr als 20.000 Soldaten und Zivilisten aus nahezu ganz Europa, die durch Unrechtsurteile der Wehrmachtsgerichte umkamen. Am Beispiel von acht penibel recherchierten Fällen, die sich einst auf österreichischem Boden abgespielt haben, konnten sich die SchülerInnen ein Bild von der menschenverachtenden Justizmaschinerie der Nationalsozialisten machen. "Was damals recht war..." ist noch bis 11. Oktober 2009 im Wiener Nestroyhof Hamakom im zweiten Bezirk zu sehen. (Schluss) rie

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