• 09.10.2009, 13:35:54
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Mailath: Späte Genugtuung für die Opfer der NS-Justiz

Kulturstadtrat besuchte mit Schulklasse die Ausstellung "Was damals Recht war..."

Wien (OTS) - "Die jüngste Einigung auf Rehabilitierung von Opfern
der NS-Militärjustiz ist auch ein Resultat der Ausstellung 'Was
damals Recht war...', weil damit die öffentliche Diskussion über das
Thema wieder angeregt wurde", erklärte Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny heute, Freitag, im Gespräch mit SchülerInnen des
Gymnasiums Zirkusgasse im Anschluss an einen gemeinsamen
Ausstellungsbesuch. "Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die
SchülerInnen zum Nachdenken anzuregen und gerade bei jüngeren
Menschen ein Bewusstsein für die dunklen Kapitel der Vergangenheit
und die menschenverachtende Politik des NS-Regimes zu schaffen", so
Mailath.

"Die Deserteure, die sich weigerten, an einem sinnlosen Krieg
teilzunehmen und ihr Leben für ihre Überzeugungen aufs Spiel setzten,
verdienen unseren vollen Respekt und unsere Anerkennung", betonte
Mailath in der Diskussion im Anschluss an den Ausstellungsbesuch.
"Dass ein österreichischer Politiker Deserteure auf eine Ebene mit
Mördern stellt, ist eine unglaubliche Beleidigung für jene, die die
Zivilcourage hatten, sich einem Unrechtsregime entgegenzustellen."
Das geplante Rehabilitierungsgesetz bezeichnete Mailath als
"wichtiges politisches Signal und eine längst überfällige Genugtuung
für die Opfer der NS-Justiz".

Die eindrucksvolle Schau erinnert an mehr als 20.000 Soldaten
und Zivilisten aus nahezu ganz Europa, die durch Unrechtsurteile der
Wehrmachtsgerichte umkamen. Am Beispiel von acht penibel
recherchierten Fällen, die sich einst auf österreichischem Boden
abgespielt haben, konnten sich die SchülerInnen ein Bild von der
menschenverachtenden Justizmaschinerie der Nationalsozialisten
machen. "Was damals recht war..." ist noch bis 11. Oktober 2009 im
Wiener Nestroyhof Hamakom im zweiten Bezirk zu sehen. (Schluss) rie

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Gerlinde Riedl
   Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
   Telefon: 01 4000-81854
   E-Mail: gerlinde.riedl@wien.gv.at

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