Wehsely: Wien kämpft für Entstigmatisierung psychisch Erkrankter

Wien (OTS) - Anlässlich des bevorstehenden Welttags der seelischen Gesundheit erklärte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Freitag: "Psychisch erkrankte Menschen sind immer noch mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert. Die Stadt Wien hat sich der Aufgabe verschrieben, Diskriminierungen jeder Art zu bekämpfen." In diesem Licht ist auch der Tag der seelischen Gesundheit zu verstehen, der vergangenen Samstag mit großem Erfolg im Festsaal des Wiener Rathauses begangen wurde. Tausende WienerInnen folgten der Einladung und informierten sich über die vielfältigsten Angebote für psychisch Erkrankte, deren Angehörige und Bezugspersonen in dieser Stadt. Vorgestellt wurde auch die neue Broschüre "Psychisch erkrankt. Gut betreut in Wiens Spitälern", die auch unter http://www.wienkav.at/psychiatrie zum Download bereit steht.****

Wehsely dankte den vielen engagierten MitarbeiterInnen, die in Wien jeden Tag "mit Professionalität, Offenheit und Menschlichkeit für psychisch Erkrankte, deren Angehörige und Bezugspersonen da sind."

Jeder vierte Mensch leidet einmal im Leben unter einer psychischen Störung. Fast 17.000 Aufnahmen werden an den psychiatrischen Abteilungen der Spitäler der Stadt Wien pro Jahr registriert, weitere 6.000 PatientInnen werden in den Sozialpsychiatrischen Ambulatorien der Psychosozialen Dienste ambulant betreut. Was viele nicht wissen: Unter der Telefonnummer 01/ 313 30 ist die Psychiatrische Soforthilfe an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr bei Krisensituationen erreichbar.

Wiener Psychiatriereform wird vorangetrieben

"Die Wiener Psychiatriereform wird Schritt für Schritt voran getrieben. Für dieses große und wichtige Projekt im Dienste der Wiener PatientInnen müssen viele einzelne Maßnahmen gesetzt werden -und viele Menschen und Institutionen zusammen arbeiten", unterstrich Wehsely erneut.

Mit der Fertigstellung der neuen Krankenpflegeschule im Kaiser-Franz-Josef-Spital im kommenden Jahr kann der Schulstandort von der Rudolfstiftung dorthin übersiedeln und damit mitten im dicht verbauten dritten Bezirk Platz für die neue Psychiatrische Abteilung für die Bezirke 3 und 11 schaffen. Weitere Vorhaben im Rahmen der Psychiatriereform sind die Übersiedlung der Abteilungen für die Bezirke 17 bis 19 ins Wilhelminenspital, für die Bezirke 20 und 21 ins neue Krankenhaus Nord sowie für die Bezirke 12, 13 und 23 ins Krankenhaus Hietzing.

Unversperrt geführte Abteilungen sind bedürfnisorientiert

"Keinerlei Unterstützung seitens der Stadt Wien gibt es für die Forderung nach geschlossenen Abteilungen, die derzeit von Teilen der Opposition vehement vertreten wird. Das ist mit unseren Vorstellungen von Entstigmatisierung und PatientInnenrechten nicht vereinbar", so die Gesundheitsstadträtin. "Die Stadt Wien tritt für die bestmögliche psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung ein. Unversperrt geführte Abteilungen ermöglichen den PatientInnen eine lebensnahe und an ihren Bedürfnissen orientierte stationäre Behandlung", schloss Wehsely. (Schluss) me

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink
Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher StRin Mag.a Sonja Wehsely
Telefon: 01 4000-81231
Fax: 01 4000-99-81 231
Mobil: 0676 8118 69522
E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0017