• 09.10.2009, 10:09:58
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Lehrergewerkschafter Maresch: Elternvereinsvorsitzender Ehlers verkennt seine Rolle

Wien (OTS) - Verärgert über die Aussagen des Vorsitzenden des
Wiener Landesverbandes der Elternvereine an Pflichtschulen, Andreas
Ehlers, zeigt sich Lehrergewerkschafter Stephan Maresch. Im
Zusammenhang mit der Schulbefragung der Wiener SPÖ spricht Ehlers
nicht wie ein Elternvertreter, sondern wie ein SPÖ Funktionär.
Die LehrerInnengewerkschaft hat immer den freiwilligen Charakter des
in eine vielseitige Werbebroschüre eingebetteten Fragebogens betont.
Maresch möchte sich durch das politische Agieren des sozialistischen
Elternvertreters nicht das gute Klima zwischen den Schulpartnern
kaputt machen lassen und ersucht Ehlers, nicht hinter seiner
Elternvertreterfunktion parteipolitisch zu handeln. Gerade ein
Elternvertreter sollte darauf achten, dass den Kindern keine
wertvolle Unterrichtszeit verloren geht. Wir erhalten laufend
Zustimmung von Eltern, die ebenfalls kein Verständnis dafür haben,
dass die Institution Schule 350.000 Fragebögen administrieren soll.

Gleichzeitig äußern diese Unverständnis für das Agitieren von
Ehlers. LehrerInnen und SchülerInnen würden zum Weiterleiten von
fragwürdigen politischen Werbeprospekten zwangsverpflichtet. Das hat
in der Schule einfach nichts verloren, meint Stephan Maresch. Die
Überhäufung der Schulen mit administrativen Aufgaben hat in den
letzten Jahren ein Ausmaß angenommen, dass weit über ein akzeptables
Maß hinausgehe und auf Kosten unserer SchülerInnen geht.

Wer Geld für den Druck von 350.000 Farbprospekten hat, sollte auch
das Geld für die Postzustellung dieser Materialien an die persönliche
Adresse der Schulpartner aufbringen können. Ein österreichischer
Postdienstleister hätte sich über den Auftrag gefreut und die SPÖ
Wien hätte in Zeiten der Arbeitslosigkeit und Krise mit dieser
fragwürdigen und nicht wissenschaftlich fundierten Aktion wenigstens
einen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft leisten können, so
Maresch abschließend.

Rückfragehinweis:
Stephan Maresch
PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Tel: 01/53454/435

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