Lehrergewerkschafter Maresch: Elternvereinsvorsitzender Ehlers verkennt seine Rolle

Wien (OTS) - Verärgert über die Aussagen des Vorsitzenden des Wiener Landesverbandes der Elternvereine an Pflichtschulen, Andreas Ehlers, zeigt sich Lehrergewerkschafter Stephan Maresch. Im Zusammenhang mit der Schulbefragung der Wiener SPÖ spricht Ehlers nicht wie ein Elternvertreter, sondern wie ein SPÖ Funktionär.
Die LehrerInnengewerkschaft hat immer den freiwilligen Charakter des in eine vielseitige Werbebroschüre eingebetteten Fragebogens betont. Maresch möchte sich durch das politische Agieren des sozialistischen Elternvertreters nicht das gute Klima zwischen den Schulpartnern kaputt machen lassen und ersucht Ehlers, nicht hinter seiner Elternvertreterfunktion parteipolitisch zu handeln. Gerade ein Elternvertreter sollte darauf achten, dass den Kindern keine wertvolle Unterrichtszeit verloren geht. Wir erhalten laufend Zustimmung von Eltern, die ebenfalls kein Verständnis dafür haben, dass die Institution Schule 350.000 Fragebögen administrieren soll.

Gleichzeitig äußern diese Unverständnis für das Agitieren von Ehlers. LehrerInnen und SchülerInnen würden zum Weiterleiten von fragwürdigen politischen Werbeprospekten zwangsverpflichtet. Das hat in der Schule einfach nichts verloren, meint Stephan Maresch. Die Überhäufung der Schulen mit administrativen Aufgaben hat in den letzten Jahren ein Ausmaß angenommen, dass weit über ein akzeptables Maß hinausgehe und auf Kosten unserer SchülerInnen geht.

Wer Geld für den Druck von 350.000 Farbprospekten hat, sollte auch das Geld für die Postzustellung dieser Materialien an die persönliche Adresse der Schulpartner aufbringen können. Ein österreichischer Postdienstleister hätte sich über den Auftrag gefreut und die SPÖ Wien hätte in Zeiten der Arbeitslosigkeit und Krise mit dieser fragwürdigen und nicht wissenschaftlich fundierten Aktion wenigstens einen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft leisten können, so Maresch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Stephan Maresch
PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Tel: 01/53454/435

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