- 08.10.2009, 15:10:32
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- OTS0248 OTW0248
ASFINAG: Keine Gefährdung der Sicherheit durch fehlende Hydrantenschlüssel im Roppener Tunnel
Landesfeuerwehrinspektor bestätigt Funktionalität sämtlicher Anlagen im Roppener Tunnel
Innsbruck (OTS) - Klarstellung der ASFINAG zum Vorfall Roppener
Tunnel vom 07. Oktober 2009
Nach dem Vorfall vom 07. Oktober 2009 im Bereich des Ostportals
des Roppener Tunnels auf der A 12 Inntal Autobahn hat die ASFINAG
sofort eine Untersuchungskommission eingerichtet, um die Vorwürfe
entsprechend beleuchten zu können. Im Zuge dessen darf Folgendes
festgehalten werden:
Grundsätzlich ist bei den Löscheinrichtungen im Roppener Tunnel,
wie auch bei sämtlichen Tunnels im Kompetenzbereich der ASFINAG,
zwischen Einrichtungen der Selbsthilfe (durch Autofahrer, Ersthelfer,
etc.) und den Einrichtungen für die Feuerwehr zu unterscheiden.
Einrichtungen zur Selbsthilfe sind vorhanden in den Notrufnischen
(zwei Stück Feuerlöscher, ausgestattet mit 6 kg Pulver und 9 kg
Schaum) sowie in den Abstellnischen bzw. Pannenbuchten (so genannte
Schlauchhaspel - ein abrollbarer Schlauch, der fix an die
Löschwasserversorgung angeschlossen ist und damit sofort
einsatzbereit ist).
Einrichtungen für die Feuerwehr (solche Einrichtungen werden bei
Bedarf nach Einschätzung der Feuerwehr zum Einsatz gebracht) befinden
sich an den Portalen (so genannte Oberflurhydranten sowie ein
Schlauchkasten, der mit Strahlrohr und acht Stück Ersatzschläuchen
ausgestattet ist) sowie in den Feuerlöschnischen (hier befinden sich
Hydranten für einen Feuerwehreinsatz).
Diese Einrichtung der Feuerwehr (sprich der Hydrant) wurde im
gegenständlichen Fall vom 07.10.2009 durch eine Person wie eine
Selbsthilfeeinrichtung verwendet - dafür wären aber die Feuerlöscher
im Portalbereich gedacht gewesen. Die Feuerwehr selbst entschied sich
jedoch aufgrund der Situation vor Ort für einen Einsatz mittels
Tankwagen - diese Entscheidung obliegt der Einsatzleitung der
Feuerwehr vor Ort.
Die ASFINAG betont, dass sämtliche Einrichtungen an den Portalen -
wie es im beim Vorfall vom 07. Oktober 2009 zu Tage getreten ist -
gemäß den Vorschriften und Richtlinien umgesetzt sind. Diese
Einrichtungen wurden bei mehreren Begehungen von den Einsatzkräften
begutachtet. Der Einsatz der Hydranten im gesamten Tunnel ist einzig
und allein für den Gebrauch durch die Feuerwehr im Einsatzfall
gedacht. Die Feuerwehr bestätigte der ASFINAG, dass diese
Einrichtungen jederzeit im Sinne des Rettungskonzeptes des Tunnels
einsatzbereit waren und auch sind (da die Feuerwehr selbst über die
notwendigen Ausrüstungsgegenstände wie etwa Hydrantenschlüssel
verfügt).
Dazu Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber: "Der
Landesfeuerwehrverband betont, dass der gestrige Einsatz der
Feuerwehren anlässlich des Reifenbrandes bei einem LKW am Ost-Portal
des Roppener Tunnels schnell und effizient verlaufen ist. Die
alarmierten Portalfeuerwehren Silz und Imst sind speziell für
Einsätze im Tunnel ausgebildet und ausgerüstet.
Für die Hilfe durch Verkehrsteilnehmer sind Feuerlöscher in den
Notrufnischen und auch am Tunnelportal vorgehalten.
Die im Kasten gelagerten Schläuche, sowie der Hydrant am Portal
sind für den Einsatz der Feuerwehr geplant. Die Feuerwehr führt in
ihren Fahrzeugen die erforderliche Ausrüstung und Hydrantenschlüssel
mit. Somit wäre der Einsatz des Hydranten jederzeit möglich gewesen.
Dies war aber nicht erforderlich, da das Löschwasser der
Feuerwehrfahrzeuge zum Ablöschen des Reifenbrandes ausreichend war."
Von einem Sicherheitsmangel bzw. einer Gefährdung im Ernstfall
kann aus diesem Grund in keinster Weise gesprochen werden. Die
angesprochenen fehlenden Hydrantenschlüssel und
Reduktionsübergangsstücke sind Zusatzleistungen, um hier eine
Redundanz (als zusätzliche Einrichtung im Ernstfall) zur Sicherheit
zu gewähren.
Wie bereits bekannt, hat die Feuerwehr bei ihren Begehungen diese
zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände als Zusatzleistung eingefordert.
Das war auch der ASFINAG bekannt. Diese Ausrüstungsgegenstände wurden
auch frühzeitig bestellt und wurden - gemäß der üblichen
Vorgehensweise - kurz vor der Inbetriebnahme des Tunnels in die
Feuerlöschnischen eingebracht. Im Zuge dessen stellte sich jedoch
heraus, dass diese Ausrüstungsgegenstände (es waren
ABC-Kupplungsschlüssel) nicht wie eigentlich erwartet die
Funktionalität eines Hydrantenschlüssels erfüllen. Nach Erkennen
dieses Umstandes wurde eine Bestellung dieser Hydrantenschlüssel
sofort in Auftrag gegeben - aufgrund der notwendigen Lieferzeit sind
diese bis 09. Oktober 2009 im Tunnel nachgerüstet.
Rückfragehinweis:
Alexander Holzedl
Pressesprecher
TEL: +43(0)50 108 18933
MOB: +43 664 60108 18933
E-Mail:[email protected]
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