• 07.10.2009, 16:47:53
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Zukunftspotenzial liegt am "silbernen Markt"

Diskussion zu Best Age Design im forum mozartplatz

Die Diskutanten des gestrigen forum mozartplatz: Stehend: Peter Schilling, Werbeagentur Schilling, Heidi Pretterhofer, Architekturbüro Arquitectos, Kathrina Dankl, DANKLHAMPEL, sitzend: Maria Schröder, Tischlerei Aigner/Team barrierefrei Wohnen und Anja Hasenlechner, Obfrau des forum mozartplatz.

Wien (OTS) - Gestern, Dienstag, diskutierten ExpertInnen im voll
besetzten forum mozartplatz - raum für wirtschaft und kultur - die
Erschließung der älteren Zielgruppe. Der "silberne Markt" bietet
großes wirtschaftliches Potenzial, speziell für den Kreativbereich:
Im Jahr 2030 wird jeder dritte Österreicher älter als 60 Jahre sein.
Diese Tatsache stellt nicht nur das Sozialsystem sondern auch die
Produktwelt vor immense Herausforderungen. Wie kann dieser Markt als
DesignerIn und ArchitektIn erschlossen werden? Was macht Best Ager zu
einer attraktiven Zielgruppe? Diesen und weiteren Fragen stellte sich
die Podiumsrunde mit Kathrina Dankl, DANKLHAMPEL, Heidi Pretterhofer,
Architekturbüro Arquitectos, Peter Schilling, Agentur Schilling und
Maria Schröder, Tischlerei Aigner/Team barrierefrei Wohnen.

Das Alter als Zielgruppe - Best Agers am Markt

Die Mit-Entwicklerin des Gehstocks Canella, Kathrina Dankl von
DANKLHAMPEL, betonte: "Menschen beeinflussen Produkte und umgekehrt -
das muss auch für ältere Menschen gelten. Gebrechlichkeit und Alter
dürfen bei der Gestaltung nicht vermischt werden. Die Produkte für
Ältere müssen genauso praktisch und stylisch sein, wie für Jüngere"

Heidi Pretterhofer vom Architekturbüro Arquitectos erklärte:
"Schon heute bemüht sich die Stadt Wien, barrierefreie Wohnräume für
Ältere zu schaffen. Unsere Aufgabe als Architekten ist es, Neues zu
schaffen und die Bandbreite von betreutem Wohnen bis hin zum
Geriatriezentrum optimal zu gestalten und den Bedürfnissen Älterer
gerecht zu werden. Hier kann in der Architektur noch viel geschaffen
werden."

Der Marketingexperte Peter Schilling, Gründer der Werbeagentur
Schilling, bekräftigte auf die Frage, was die Jungen davon haben
könnten, wenn sie sich auf diese Zielgruppe stürzen, dass in der
älteren Zielgruppe viel Potenzial steckt: "Es gibt Untersuchungen,
wonach 80 Prozent von befragten Unternehmen die Zielgruppe der
Älteren kennen, 30 Prozent davon arbeiten bereits an Produkten und
Dienstleistungen und wiederum 70 Prozent davon profierten bereits von
einer neuen Fokussierung. Die Arbeit fruchtet also bereits jetzt -
und es gibt noch viel zu holen für die jungen, Kreativen." Die ältere
Zielgruppe sei heterogen, betonte er. In unserer älteren Gesellschaft
steht Beratung und Information im Vordergrund. Daran müssten sich
nicht nur das Marketing, sondern auch alle anderen Bereiche
orientieren.

Maria Schröder befasst sich in der Tischlerei Aigner mit
barrierefreiem Wohnen und forderte Architekten und Designer auf, sich
mehr auf die Zielgruppe der Älteren zu konzentrieren und diese zu
fördern: "Der Bedarf ist da, es wird aber noch lange dauern, um
Häuser und Wohnungen im Vorfeld barrierefrei zu planen. Es muss uns
etwas wert sein, in barrierefreies Wohnen zu investieren und zu
fördern."

Die Obfrau des forum mozartplatz, raum für wirtschaft und kultur,
Anja Hasenlechner, betonte die Relevanz des Themas Gestaltung des
Lebensraums von älteren Menschen. "Unsere Gesellschaft wird immer
älter, aber auch anspruchsvoller, konsumfreudiger und
genussorientierter. Die Best Ager und ihr Potenzial werden die
Wirtschaft, insbesondere DesignerInnen und ArchitektInnen in Zukunft
stark beeinflussen."

Ausstellung: "Wieviel Less is More?"

Im Rahmen der Diskussionsrunde wurde im forum mozartplatz die
Ausstellung "Wieviel less is more" der Designerinnen Kathrina Dankl,
Lisa E. Hampel (DANKLHAMPEL) und Julia Landsiedl (jeplus) gezeigt.
Sie beschäftigten sich im Rahmen der Ausstellung mit der
Wohnsituation älterer Menschen und der Frage, welche Objekte des
eigenen Besitzes nachhaltigen Wert haben.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. (FH) Katharina Maier
   forum mozartplatz, raum für wirtschaft und kultur
   Büro: Mozartgasse 4 
   Veranstaltungsräume: Mozartplatz | Ecke Neumanngasse
   1040 Wien
   [T]: +43 (0) 1 505 58 11
   [F]: +43 (0) 1 505 58 13 
   mailto:k.maier@forum-mozartplatz.at; www.forum-mozartplatz.at

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