- 07.10.2009, 13:23:29
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"Tag der Augenvorsorge"
Österreichweite Initiative schärft Bewusstsein für die schleichende Gefahr der Augenerkrankungen
Wien (OTS) - Augenerkrankungen sind schleichende Gefahren, die
weltweit auch in Österreich stark auf dem Vormarsch sind. Mit
frühzeitigen und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim
Augenfacharzt hat man die besten Chancen mögliche Erkrankungen
rechtzeitig zu erkennen und den Verlust des Augenlichts zu
verhindern. Die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG)
initiiert am Samstag, den 14. November 2009 den österreichweiten "Tag
der Augenvorsorge", um ein deutliches Signal für die Augengesundheit
zu setzen. Ziel ist es, allen Österreichern am Aktionstag die
Möglichkeit einer kostenlosen Beratung zur Augenvorsorge zu bieten.
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Sehen zu können ist für den Menschen von immenser Bedeutung und
beeinflusst in hohem Maße die Lebensqualität. Mittlerweile steigt
allerdings die Zahl der Augenerkrankungen auch aufgrund des
demographischen Wandels besorgniserregend an. "Augenerkrankungen sind
schleichende Gefahren, denn oft merken die Betroffenen anfängliche
Gesichtsausfälle oder Erblindungserscheinungen nicht. Eine gute
Sehschärfe ist kein Indiz für ein gesundes Auge", erklärt OMR Dr.
Roderich Fellner, Vorsitzender des Fachgruppenbeirates der ÖOG und
Fachgruppenobmann der Augenärzte Steiermark. Ein typisches Beispiel
einer schleichend verlaufenden und lange unbemerkten
Sehverschlechterung ist das Glaukom, auch Grüner Star genannt. Der
mit dieser Krankheit verbundene Schwund der Sehnervenfasern kann sich
über Jahre hinziehen, macht keine für die Patienten erkennbare
Symptome und zugrunde gegangene Sehnervenfasern können sich nicht
mehr regenerieren. In Österreich sind rund 100.000 Patienten am
Glaukom erkrankt und nahezu 3.500 daran erblindet. Neben dem Glaukom
zählen die altersbedingte Makualdegeneration (AMD) und die
diabetische Retinopathie zu den häufigsten Erblindungsursachen in
Österreich. Für die ÖOG, die nationale Dachorganisation der
Augenfachärzte, ist es wesentlich das Bewusstsein für die Gefahr von
Augenerkrankungen in der breiten Öffentlichkeit zu schärfen. Mit dem
"Tag der Augenvorsorge" am Samstag, den 14. November 2009 setzt die
ÖOG daher ein deutliches Zeichen für die Augengesundheit. "Als
Gesundheitsminister ist es mir ein großes Anliegen, die
Sensibilisierungsmaßnahmen für die Augengesundheit voranzutreiben und
zu unterstützen. In diesem Sinne begrüßt das Ministerium für
Gesundheit die österreichweite Initiative der Ophthalmologischen
Gesellschaft "Tag der Augenvorsorge" und nimmt die Augengesundheit
als wichtige Herausforderung für die Zukunft wahr", bekräftigt
Gesundheitsminister Alois Stöger diplômè.
Österreichweite Initiative "Tag der Augenvorsorge"
Jeder kann von Sehverlust betroffen sein. Bei den Erkrankungen der
Augen, die anfangs oft unbemerkt verlaufen, ist es absolut notwendig,
rechtzeitig auf entsprechende Vorsorgemaßnahmen aufmerksam zu machen.
Dank moderner Medizin sind diese Erkrankungen - frühzeitig erkannt -
in vielen Fällen heilbar oder zumindest gut behandelbar.
Voraussetzung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim
Augenfacharzt, die helfen, mögliche Schäden rechtzeitig zu erkennen
und optimale Therapien bei beginnendem Sehverlust einzuleiten. Der
14. November 2009 ist ein wichtiger Tag für die Augenvorsorge. Mit
der landesweiten Initiative will die ÖOG das Bewusstsein der
Österreicher für ihre Augengesundheit schärfen,
Vorsorgeuntersuchungen fördern und dadurch Früherkennung und einen
rechtzeitigen Therapiebeginn ermöglichen. Kernstück der Aktion ist
die kostenlose Beratung zum Thema Augenvorsorge, die in den
teilnehmenden Ordinationen österreichweit angeboten wird. Am 14.
November 2009 haben alle Österreicher die Möglichkeit zwischen 10:00
und 18:00 Uhr ihre Augengesundheit zu überprüfen. "Dabei wird die
Beratung an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst und
erfordert nur einen geringen Zeitaufwand. Jeder Patient erhält somit
auf das persönliche Profil abgestimmte Informationen und - sofern
notwendig - Unterstützung bei weiterführenden Untersuchungen",
informiert OMR Dr. Fellner. Interessierte Personen, die im Rahmen des
Aktionstages die kostenlose Beratung zur Vorsorgeuntersuchung in
Anspruch nehmen, müssen keine E-Card in den teilnehmenden
Ordinationen vorlegen.
Alle Informationen zum "Tag der Augenvorsorge" und eine laufend
aktualisierte Liste aller teilnehmenden Augenfachärzte finden Sie
unter: www.tag-der-augenvorsorge.at .
Telefonumfrage bestätigt Handlungsbedarf
Anlass für den "Tag der Augenvorsorge" war die Kritik vieler
Patienten, dass die Terminvergabe bei den Augenfachärzten lange
Wartezeiten in Anspruch nimmt. Die ÖOG hat diese Anliegen sehr ernst
genommen und sich an die Ursachenforschung gemacht. In einer
mehrstufigen anonymen Telefonerhebung im Auftrag der ÖOG von Ende
April bis Mitte Mai 2009 wurden österreichweit 200 niedergelassene
Augenfachärzte mit Kassenvertrag hinsichtlich der Wartezeiten für
einen Termin befragt. Konkret wurden die Wartezeiten in vier
unterschiedlichen Fällen - akute Schmerzen, Vorsorgeuntersuchung,
Bedarf einer Brille und Vorsorgeuntersuchung für das Kind - erhoben.
"Aus der anonymen Befragung geht hervor, dass im Akutfall die
Patienten schnell - zumeist noch am selben Tag - einen Termin
bekommen. In den übrigen Fällen - Vorsorgeuntersuchung, Brille bzw.
Vorsorgeuntersuchung für das Kind - beträgt die Wartezeit für einen
Termin allerdings sehr lange: vier Wochen und länger sind laut der
Telefonerhebung die Regel. Bei über einem Drittel der befragten Ärzte
dauert die Wartezeit für einen Termin sogar über zwei Monate",
berichtet Prim. Univ.-Prof. Dr. Susanne Binder, ständige
wissenschaftliche Sekretärin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
der ÖOG. Aus den Ergebnissen geht eine klarer Handlungsbedarf hervor:
"Die ÖOG hat die Patientenanliegen als Signal genommen und initiiert
daher am 14. November 2009 den "Tag der Augenvorsorge", um einen
ersten und deutlichen Schritt in Richtung Problemlösung zu setzen",
so Univ.-Prof. Binder weiter.
Was passiert bei einer Augenuntersuchung?
Derzeit suchen rund 30 bis 40 Prozent der Patienten eine
Augenfacharzt-Ordination mit dem Augenvorsorgegedanken auf. Bei
nahezu vier bis 10 Prozent dieser Patienten findet der Facharzt eine
Augenerkrankung, die behandlungs- oder beobachtungswürdig ist. Die
Aufgabe der Vorsorgeuntersuchung besteht darin, Krankheiten der Augen
rechtzeitig zu erkennen, diese vorzubeugen, die Patienten aufzuklären
und bei der Augengesundheit zu unterstützen. "Bei dieser einfachen
Routineuntersuchung werden die Augen in mehreren Schritten
untersucht. Zu den üblichen Verfahren zählen eine exakte Bestimmung
der Sehschärfe sowie ein Schielstatus, die Messung des
Augeninnendrucks, die Untersuchung des Sehnervs und der Netzhaut und
bei Bedarf die Kontrolle des Gesichtfeldes", erklärt MR Dr. Helga
Azem, Vorsitzende der Sektion Fachärzte der Ärztekammer Wien sowie
Fachgruppenobfrau für Augenheilkunde und Optometrie der Wiener und
der Österreichischen Ärztekammer. Mit diesen einfachen und
schmerzlosen Methoden können Augenerkrankungen wie Grauer Star,
Glaukom (Grüner Star), altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder
Tumore der Netzhaut (Melanome) bereits im Frühstadium erkannt und
behandelt werden. Die Augenfachärztin empfiehlt eine regelmäßige
jährliche Vorsorgeuntersuchung ab dem Alter von 40 Jahren. Auch
Jugendliche und Schulkinder sollten einmal im Jahr den Augenfacharzt
aufsuchen. "Eine der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen ist die
Augenuntersuchung der Kinder um das zweite Lebensjahr
(Mutter-Kind-Pass Unersuchungen). Dabei können Sehfehler oder
Schielen oder Erkrankungen diagnostiziert und rechtzeitig behandelt
werden. Nur damit kann eine spätere Schwachsichtigkeit eines Auges
verhindert werden", betont Dr. Azem abschließend.
Über die österreichweite Initiative "Tag der Augenvorsorge"
Die ÖOG initiiert am Samstag, den 14. November 2009 den "Tag der
Augenvorsorge", um ein positives Signal für die Augengesundheit zu
setzen. Der Öffentlichkeit wird mit diesem Aktionstag die Möglichkeit
geboten, bei den teilnehmenden Augenfachärzten eine kostenlose
Beratung zur Augenvorsorge und Informationen zu Augenerkrankungen und
deren Gefahren zu erhalten. Mit dem "Tag der Augenvorsorge" will die
ÖOG über die Medienvertreter fundierte Informationen über die
Augenvorsorge an die Bevölkerung weitergeben und strebt die
Sensibilisierung aller Dialoggruppen für diese Problematik an. Über
die Aktion hinaus sollen die Experten der ÖOG als kompetente
Ansprechpartner für die Medien etabliert werden. Neben der
Auftakt-Pressekonferenz im Rahmen der Initiative sind weitere
konkrete Maßnahmen für den Aktionszeitraum zwischen 31. Oktober und
13. November 2009 geplant wie eine österreichweite Plakatkampagne,
Anzeigen in Printmedien, Radiospots, Patientenbroschüre,
Aktionsposter zum Download für die Ordinationen und regionale
Terminankündigungen. Begleitet wird die Initiative von der
Aktionshomepage www.tag-der-augenvorsorge.at.
Hinweis für die Redaktionen:
Auf www.welldone.at finden Sie die Inhalte der Pressemappe zum
kostenfreien Download, sowie einen Link zu den Pressefotos. Abdruck
frei von Rechten Dritter bei Nennung Thomas Preiss.
Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.
Bilder finden Sie unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=200910&e=20091007_a&a=event
Rückfragehinweis:
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