- 07.10.2009, 12:49:46
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Berlakovich: ÖBB-Rückverlagerung von Gütertransport auf die Straße ist Bankrotterklärung einer nachhaltigen Verkehrspolitik
Schritt weg vom Kyotopfad - Falsches Signal zwei Monate vor der Klimakonferenz in Kopenhagen
Wien (OTS) - "Der geplante Abbau des Gütertransports der ÖBB ist
ein Verrat an der seit 20 Jahren politisch im Konsens angestrebten
Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Diese Verlagerung war das
politische Hauptargument auch für den Ausbau der Schiene, Milliarden
Steuergelder sind dort in den letzten Jahren hineingeflossen. Der
ÖBB-Plan wäre definitiv ein Rückschritt und eine Bankrotterklärung
einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Verkehrspolitik, die den
Anspruch hat, CO2-Ausstoss zu vermindern. Verkehr ist bereits jetzt
der Bremsklotz auf dem Weg zur Erreichung der Kyotoziele, mit 14.000
zusätzlichen LKW Fahrten kommen wir vom Kyotopfad ab", erklärt
Umweltminister Berlakovich zu den geplanten Frachtverlagerungen
aufgrund der Einstellung von einzelnen Bahnstrecken in Österreich.
"Die zuständige Kollegin, Verkehrsministerin Doris Bures hat
gesagt, das letzte Wort dabei wäre noch nicht gesprochen und daher
erwarte ich mir, dass das letzte Wort ein anderes ist. Ich appelliere
eindringlich, die Sparpotenziale der ÖBB anderswo zu suchen. Wir
können nicht nach einer globalen Klimastrategie rufen und
gleichzeitig im eigenen Haus die Verursacher von Treibhausgasen
fördern. Das macht uns gerade zwei Monate vor der Klimakonferenz in
Kopenhagen unglaubwürdig", so Umweltminister Berlakovich
abschließend.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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