- 07.10.2009, 10:58:26
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Wirtschaftskrise: EU warnt vor negativen Folgen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Wien (OTS) - Wie die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage der
Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
(EU OSHA) zeigen, haben viele europäischen Bürger Sorge, dass sich
die Wirtschaftskrise negativ auf Gesundheit und Sicherheit am
Arbeitsplatz auswirken könnte. 52% der Österreicher sehen hier einen
Zusammenhang, zählen im Vergleich dennoch zu den Optimisten.
Der Umfrage zufolge erwarten sechs von zehn Europäern, dass der
weltweite Konjunkturabschwung zu einer Verschlechterung der
Arbeitsbedingungen, besonders im Hinblick auf Gesundheit und
Sicherheit, führen wird. Eine deutliche Mehrheit der Befragten (75 %)
glaubt, dass Krankheiten zumindest teilweise durch die Arbeit
verursacht werden. In Österreich sind es sogar 77%.
Jukka Takala, Direktor der EU-OSHA, ist sich bewusst, vor welchen
Herausforderungen Unternehmen heute stehen: "Die Finanzkrise könnte
Unternehmen dazu verleiten, die Bedeutung der Arbeitssicherheit nicht
oder nicht ausreichend zu beachten. Es besteht sogar die Gefahr, dass
Unternehmen Kürzungen in die Arbeitssicherheit in Erwägung ziehen.
Unsere Aufgabe ist es, sie davon zu überzeugen, dass es keinen Zweck
hat, kurzfristige Gewinne auf Kosten langfristiger Probleme zu
erzielen. Aus unseren Arbeiten geht hervor, dass Arbeitsstätten mit
besonders hohem Gesundheitsschutz auch besonders produktiv sind."
Mit zunehmender Arbeitslosigkeit machen sich die Menschen mehr
Sorgen um ihren Arbeitsplatz als um Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz. Auf die Frage nach den Faktoren bei der Wahl eines
neuen Arbeitsplatzes geben die europäischen Bürger einem sicheren
Arbeitsplatz und einem guten Gehalt Vorrang vor gesunden und sicheren
Arbeitsbedingungen.
Ermutigend ist, dass die Menschen in vielen Mitgliedstaaten sich
über Risiken am Arbeitsplatz für gut informiert halten. 57 % glauben,
dass sich die Arbeitssicherheit sich in den letzten fünf Jahren
verbessert hat. In Österreich sind 49% dieser Meinung.
Die EU-weite Umfrage zeigte auch Unterschiede zwischen Männern und
Frauen bei der Einstellung zur Arbeitssicherheit. Männer nannten das
Gehalt (61 %) und die Arbeitsplatzsicherheit (55 %) als wichtigste
Faktoren bei der Entscheidung für eine neue Stelle, während die
Frauen diese Faktoren weniger häufig (53 bzw. 51 %) nannten. Für
Frauen hingegen sind die Arbeitszeiten wichtiger (26 %) als für die
Männer (19 %).
Jukka Takala: " Es ist unabdingbar, die Arbeitssicherheit auch
unter geschlechtsspezifischen Aspekten zu betrachten. Die
"Doppelbelastung", der Frauen immer noch viel stärker ausgesetzt
sind, und die Tatsache, dass auf Arbeitsunfälle mehr Augenmerk gelegt
wird als auf die Gesundheit am Arbeitsplatz, sind nur einige der
anstehenden Herausforderungen."
Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz startet deshalb die weltweit größte Informationskampagne
mit dem Titel "Gesunde Arbeitsplätze, zu der auch die Europäische
Woche der Arbeitssicherheit vom 19. bis 23. Oktober gehört. In
Österreich findet am 12. November die Veranstaltung
"Gefährdungsbeurteilung - ein wichtiger Baustein zur Verbesserung von
Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz" statt.
Informationen zur paneuropäischen Meinungsumfrage finden Sie unter
http://osha.europa.eu/de/statistics/eu-poll
Rückfragehinweis:
com_unit Public Relations
Mag. Susanne Wegscheider
mailto:[email protected]
Tel. 01/407 23 47-14
Mobil: 0664 280 16 18
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