- 06.10.2009, 16:26:43
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Neuer Pendlerfahrplan: Durststrecke bis 2013
AK-Erwartungen nicht erfüllt
Wien (AKNÖ) - Der heute von den ÖBB vorgestellte neue Fahrplan für
das Jahr 2010 erfüllt die Erwartungen der Niederösterreichischen
Arbeiterkammer nicht. AKNÖ-Präsident Haneder: "Weniger
Nahverkehrszüge auf der Westbahn, teilweise längere Fahrzeiten, noch
mehr Schienenersatzverkehre und die Beibehaltung von Zugstreichungen
aus dem Vorjahr sind für viele PendlerInnen und SchülerInnen eine
enttäuschende Nachricht." Leichte Verbesserungen bringt der
Fahrplanwechsel für die PendlerInnen aus Gloggnitz Richtung Wien.
Insgesamt steht den NiederösterreicherInnen, die mit der Bahn zur
Arbeit oder zur Schule fahren eine längere Durststrecke bis 2013 ins
Haus. Erst nach Abschluss der Großbauvorhaben könnte es wieder mehr
Verbindungen geben.
Zwei neue durchgehende Züge aus Payerbach, Gloggnitz, Neunkirchen und
Ternitz nach Wien drücken die Fahrzeit wieder auf knapp 50 Minuten.
Eine besonders wichtige Forderung für Frühpendlerinnen in die
Gegenrichtung nach Wiener Neustadt blieb allerdings unerfüllt.
Haneder: "Nach wie vor, kann Wiener Neustadt zur Beginn der
Frühschicht aus Leobersdorf oder Felixdorf nicht erreicht werden."
Wenn die Bahn in der heutigen Pressekonferenz sagt, sie könne einen
Zug für 20 PendlerInnen nicht kostendeckend führen, "so wäre es die
Aufgabe des Landes gewesen, aus den dafür zur Verfügung stehenden
Mitteln, diese Züge mitzufinanzieren", übt der AKNÖ-Präsident Kritik
daran, dass der Streit über die Kostenaufteilung des Nahverkehrs auf
dem Rücken der niederösterreichischen PendlerInnen und SchülerInnen
ausgetragen wird.
Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich jetzt an den Pendlern
Die einseitige Konzentration auf Hochleistungsstrecken und
Hochgeschwindigkeitszüge führte zu einer Vernachlässigung der
bestehenden Strecken. Durch die Engpässe sowohl für den Güter- als
auch den Personenverkehr müssen Güterzüge aus Westösterreich über
Tulln umgeleitet werden. Auf der Strecke bleiben die Regionalzüge
zwischen St. Pölten, Herzogenburg und Tulln, die fast alle durch
Busse ersetzt werden.
Liberalisierung wirft ihre Schatten voraus
Die Liberalisierung des Personenverkehrs auf dem ÖBB-Netz wirft ihre
Schatten voraus: Die schnellen Fernverbindungen zwischen Österreich,
Deutschland und der Schweiz haben in den nächsten Jahren offenbar
absoluten Vorrang. Das führt zwischen St. Pölten und Rekawinkel zur
Streichung zahlreicher Nahverkehrszüge.
Neue S-Bahn-Garnituren: Haneder hofft auf Aufträge für heimische
Industrie
Aufhorchen ließ der ÖBB-Sprecher heute in St. Pölten mit der
Ankündigung, dass die alten S-Bahnen nach 35 Betriebsjahren das Ende
ihrer Lebenszeit erreicht hätten. Für AKNÖ-Präsident Hermann Haneder
erhofft sich von diesem Großauftrag "eine Chance für die
österreichische Fahrzeugindustrie". Diese ist in der Vergangenheit
nämlich oft nicht zum Zug gekommen, erinnert die
niederösterreichische Arbeiterkammer.
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Chef vom Dienst:(01) 58883-1200
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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