- 06.10.2009, 15:11:37
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Falter: Andreas Khol stellt sich hinter Karlheinz Grasser
Exfinanzminister "ist als Parteimitglied jederzeit willkommen"
Wien (OTS) - In der Debatte um mögliche Schiebereien rund um den
Verkauf von 62.000 Buwog-Wohnungen stellt sich nun der erste
ÖVP-Politiker demonstrativ hinter Ex-Finanzminister Karlheinz
Grasser. Im Interview mit der Wiener Stadtzeitung Falter nennt der
ehemalige Nationalratspräsident und nunmehrige ÖVP-Seniorenchef
Andreas Khol Grasser einen "Ehrenmann". Bei den Vorwürfen gegen ihn
handle es sich durchwegs um "Spekulationen". Khol: "Ich gebe darauf
überhaupt nichts. Ich bin davon überzeugt, dass es zwischen
Immofinanz und anderen handelnden Personen keine besonderen Kontakte
gegeben hat."
Dass Grassers Geschäftsfreund Walter Meischberger für
Beratungstätigkeiten beim BUWOG-Deal mehr als sieben Millionen Euro
schwarz kassierte, "verblüfft" Khol aber. Khol selbst habe den
Prozess des BUWOG-Verkaufs "überhaupt nicht" mitbekommen.
Die Vorwürfe gegen Grasser seien wohl ein Racheakt. "Es sind nicht
die schlechtesten Früchte, an denen die Wespen nagen", so Khol zum
Falter. "Die Lieblingssendung der Österreicher ist nun einmal der
Intrigantenstadl." Für Khol ist Grasser als Parteimitglied weiterhin
"sicher jederzeit willkommen". Ob er auch ministrabel sei, müsse
gegebenenfalls der Parteiobmann entscheiden, so Khol. Auch zur FPÖ
nimmt Khol Stellung: "Den rassistischen Fremdenkurs der FPÖ und den
Antiislamismus lehne ich ab. Aber das ist nicht
verfassungsbogenrelevant."
Rückfragehinweis:
Stefan Apfl, Matthias Bernold
Falter Redaktion Politik
Marc Aurelstraße 9, A-1011 Wien
Tel: +43-1-53660/ 965
E-mail: [email protected]
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