- 05.10.2009, 16:05:10
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Yes, Ausländerminister!"
Das Reizklima zwischen In- und Ausländern braucht dringend einen Mediator.
Wien (OTS) - Es ist verdammt lange her, dass sich die Regierung
mit einer aufsehenerregenden Kampagne für Zuwanderer starkmachte: "I
haaß Kolaric, du haaßt Kolaric - warum sagen's zu dir Tschusch?" Der
jüngste mutige Gedankenanstoß kam fast zeitgleich von Grünen-Chefin
Eva Glawischnig und Wiens Bürgermeister Michael Häupl: Österreich
braucht dringend einen Minister oder Staatssekretär, der für
bessere Stimmung zwischen In- und Ausländern mobilmacht. Denn das
Thema Migration fällt in der öffentlichen Wahrnehmung in die
Zuständigkeit der Innenminister. Und die nutzen es unabhängig der
Couleur, um sich als Sheriffs der Nation im Kampf gegen
Asylmissbrauch und Kriminaltourismus zu profilieren.
Mit den alltäglichen Culture-Clashes zwischen Zuwanderern und
Einheimischen hat das null zu tun. Es gibt auf vielen Ebenen
vorbildliche Initiativen, die die kleinen und großen Konflikte
thematisieren. Sie gehören professionell gebündelt und österreichweit
vor den Vorhang. Dafür braucht es eine glaubwürdige Galionsfigur,
Grips und Power von ganz oben. Das Totschlagargument gegen den klugen
Vorschlag für ein eigenes Integrationsressort ("Kein Aufblähen des
Regierungsapparats") hat sich keiner der in- und ausländischen
Kolarice von heute verdient.
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at
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