- 05.10.2009, 08:41:35
- /
- OTS0014 OTW0014
FCG Pflichtschullehrergewerkschafter Maresch: Wiener SPÖ begeht den Welttag der LehrerInnnen mit einer unseriösen Befragung
Wien (OTS) - Die von der Wiener SPÖ initiierte "Schulbefragung"
von 350.000 Wiener LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen stellt sich
als unglaublicher Reklameplan des Wiener Bürgermeisters Häupl und
seines Bildungsstadtrates Christian Oxonitsch auf Kosten der
SteuerzahlerInnen heraus.
Nach Durchsicht der lange geheim gehaltenen Fragebögen, die unter
dem Motto "Mitreden.Mitgestalten." stehen, wird schnell klar, dass es
hier weder um Mitreden noch um Mitgestalten im Wiener Bildungssystem
geht, sondern dass die Schulpartner als Statisten einer von der SPÖ
gelenkten Imagekampagne missbraucht werden. Der Fragebogen ist in
eine mehrseitige Werbebroschüre verpackt und entlarvt sich bei
genauer Hinsicht als suggestive Fragestellung, die aufgrund des
Aufdrucks der Schulkennzahl zusätzlich noch zurückverfolgt werden
kann. Die versprochene Anonymität wird hier nicht eingehalten,
kritisiert Stephan Maresch, Bundesorganisationsreferent der
APS-Gewerkschaft und Personalvertreter der Wiener
PflichtschullehrerInnen. Weiters ist er über die Zusicherung von
Häupl und Oxonitsch, dass "das Frageprogramm in persönlichen
Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Lehrerinnen und
Lehrer" entwickelt wurde, erstaunt. "Mit uns wurde darüber niemals
gesprochen. Ich weise diese Aussage deutlich zurück" stellt Maresch
klar. "Wir hätten diesen Fragebögen niemals zugestimmt". Hier soll
offensichtlich den LehrerInnen Sand in die Augen gestreut werden. Das
Ergebnis dieser Befragung, das in einer Pressekonferenz Anfang
Februar 2010 veröffentlicht werden soll, könne man jetzt schon
tendenziell vorhersagen. Mit der Auswertung wurde eine in Wien
beheimatete Agentur namens TrendCom Consulting Ges.m.b.H. beauftragt.
Geschäftsführender Gesellschafter dieses Unternehmens ist der
langjährige Kommunikationschef der Wiener SPÖ. Damit schließt sich
der Kreis.
Die Wiener SPÖ agiert im Stil der Bildungsministerin Schmied. Sie
will mit einem PR Gag auf Kosten der Wiener LehrerInnen Wählerstimmen
gewinnen. Die wahren Probleme der Schulen werden damit unter den
Teppich gekehrt. Das passt in das momentane Bild der sozialistischen
Bildungspolitik. Verärgert ist Maresch darüber, dass trotz aller
Zusagen, die Schulleitungen und PädagogInnen von administrativen
Arbeiten zu entlasten, nun genau jene die 350.000 Fragebögen und
politischen Werbebroschüren verteilen und einsammeln sollen. Hier
wird Zeit gestohlen die den SchülerInnen gehört. Das ist ein Skandal!
Für längst notwendige und geforderte administrative Hilfskräfte in
Wiener Pflichtschulkanzleien hat die Stadt Wien kein Geld - für eine
Umfrage mit hunderttausenden Farbprospekten schon, führt Maresch
weiter aus. Den LehrerInnen empfiehlt er, sich die Fragebögen vor dem
Verteilen sorgfältig durchzulesen und selbst zu entscheiden, ob sie
dieser "freiwilligen" Aufforderung wirklich folgen.
Richtung FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft bemerkt
Stephan Maresch, dass ein Akzeptieren dieser Vorgangsweise ihrer
Parteifreunde bzw. ein Stillhalten sicher nicht im Interesse der
Kollegenschaft ist.
Rückfragehinweis:
Stephan Maresch
PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Tel.: 01/53454-435
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NOB






