ÖH: Hahns Studiengebührenvorschlag ist zynisch

Stipendien dürfen nicht mit Studierendengeldern finanziert werden

Wien (OTS) - Scharfe Kritik der ÖH Bundesvertretung erntet der Vorschlag von Wissenschaftsminister Hahn, die Studiengebühren wieder einführen zu wollen und im Gegenzug das Budget für Stipendien auszubauen. "Hahns Vorschlag, den Studierenden abgeknöpfte Gebühren für die Erhöhung des Stipendientopfes zu verwenden, ist nichts als zynisch" ärgert sich Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung. "Studiengebühren sind sozial selektiv. Die Wiedereinführung steht nicht zur Debatte - im Gegenteil: Auch die restlichen Gebühren, insbesondere für FH-Studierende müssen fallen", so Maurer.

Die ÖH Bundesvertretung begrüßt grundsätzlich die Erkenntnis von Bundesminister Hahn, dass das Stipendienwesen in Österreich endlich ausgebaut werden muss. "In Österreich erhalten nur 18,5 % aller Studierenden ein Stipendium, ein Drittel lebt unter dem Existenzmininmum" erklärt Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung. "Es braucht aber nicht nur eine massive Erhöhung der Mittel, sondern auch eine Ausweitung des BezieherInnenkreises", so Wallerberger.

Das Argument, dass Studierende durch Studiengebühren ein Jahr weniger lang studieren und dies positiv zu bewerten sei, weist die ÖH klar zurück: "Studierende werden dazu gezwungen, schnell zu studieren, weil sich sonst ihre ohnehin prekäre finanzielle Lage noch weiter verschlechtert" sagen Maurer und Wallerberger. "Studierende können es sich momentan schlichtweg nicht mehr leisten, intensiv zu studieren."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
ÖH Presseteam
Mobil: 0676 888 52 212
mailto: presse@oeh.ac.at http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001