Welttierschutztag: Stöger kündigt weitere Verbesserungen an

Künftig kein Import und Verkauf von Katzen- und Hundefelle sowie Robbenprodukten

Wien (OTS) - "Seit dem Inkrafttreten des in ganz Europa vorbildhaften Bundestierschutzgesetzes vor vier Jahren arbeiten wir laufend an weiteren Verbesserungen im Sinne der Tiere - sowohl im Heim- wie auch im Nutztierbereich", sagte Gesundheits- und Tierschutzminister Alois Stöger am Samstag anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober. So laufe derzeit die Begutachtung für ein Gesetz, das die Einfuhr von Hunde- und Katzenfellen sowie von Robbenprodukten nach Österreich verbieten soll.

Mit dem "Gesetz über das Verbot der Ein- und Ausfuhr sowie des Inverkehrbringens bestimmter Produkte tierischer Herkunft" möchte der Tierschutzminister den Import und Verkauf von Katzen- und Hundefellen in Österreich ebenso zur Gänze untersagen wie den Import von Robbenprodukten. Stöger hofft schon jetzt auf eine breite Mehrheit im Nationalrat.

Ab dem 1. Jänner 2010 gelte die Chip-Pflicht für alle Hunde über drei Monate, so der Minister. Die Tiere müssen mittels Mikrochip gekennzeichnet und die Meldung innerhalb eines Monats über die länderübergreifende Datenbank erfolgen. "Leider blüht der illegale Hundehandel mit viel zu jungen, ungeimpften und oft auch kranken Welpen aus den Nachbarländern. Seriöse Information rund um den Kauf, die Rasse und die speziellen Bedürfnisse von Hunden sind besonders wichtig", so Stöger. Das Gesundheitsressort gibt deshalb gemeinsam mit Expertinnen und Experten fundierte Beratung und viele Tipps rund um die Anschaffung eines Hundes. Der Ratgeber "Augen auf beim Hundekauf!" ist gratis auf der Homepage des Ministeriums unter www.bmg.gv.at oder per Telefon unter 0810 81 81 64 zu beziehen.

In der Heimtierhaltung gebe es allgemein noch Informationsbedarf rund um die Bedürfnisse von Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, etc. Das vom Ministerium unterstützte Projekt "Tierschutz macht Schule" bietet im Heimtierpark Schönbrunn fachkundige Informationsveranstaltungen rund um die tiergerechte Haltung von Heimtieren sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. "TierbesitzerInnen haben eine hohe Verantwortung mit dem Tier übernommen und sollten sich am besten schon im Vorfeld über die Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung ihres Schützlings informieren", empfiehlt der Tierschutzminister.

Mit dem Verbot der Haltung von Legehennen in nicht ausgestalteten Käfigen setzte Österreich Anfang dieses Jahres einen großen Schritt beim Tierschutz im Nutztierbereich. Für die tierschutzkonforme Haltung von Nutztieren in der Landwirtschaft stellt das Ministerium eigene Handbücher und Checklisten zur Überprüfung und Anleitung gratis unter www.bmg.gv.at oder per Telefon 0810 81 81 64 zur Verfügung. Auf europäischer Ebene werde Österreich weiter auf einheitliche Mindeststandards für die Haltung von Nutztieren drängen, schloss Stöger.

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