• 03.10.2009, 08:00:00
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"profil": Außenminister Michael Spindelegger gegen schärferes Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran

"Nicht die Sanktionskeule schwingen"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" lehnt Österreichs
Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) eine Verschärfung der
Sanktionen gegen den Iran ab: "Man soll im Umfeld der ersten direkten
Gespräche mit dem Iran nicht die Sanktionskeule schwingen. Denn die
einfachste Antwort des Iran wäre ein Nein und die
Gesprächsverweigerung." Abgesehen davon müsse es vermieden werden,
"dass die iranische Zivilbevölkerung durch die Sanktionen getroffen
wird".

Den Abzug der im Tschad stationierten Blauhelme des
österreichischen Bundesheeres nach nicht einmal zwei Jahren Einsatz
verteidigt Spindelegger: "Jeder übernimmt für einen bestimmten
Zeitraum eine Sicherungsaufgabe. Der Tschad ist ja nicht der einzige
Konfliktherd. Es wird Neues geben, wo auch Österreich wieder einen
Beitrag leisten kann."

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, die NATO und die USA
in Afghanistan zu unterstützen, antwortet Spindelegger: "Das kommt
auf den konkreten Einsatz an. Wir sind dort gefordert zu helfen, wo
wir besondere Kompetenzen haben, etwa bei der Minenräumung oder beim
Aufbau der afghanischen Polizei. Wir sind bereit, uns dort zu
engagieren, und haben dafür auch finanzielle Mittel bereitgestellt."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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