• 01.10.2009, 13:50:50
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Indonesien: Erdbebenwelle fordert Tausende Menschenleben

Diakonie Katastrophenhilfe bereitet Hilfsmaßnahmen vor

Wien (OTS) - Nach den verheerenden Erdbeben in Indonesien erwartet
die Diakonie Katastrophenhilfe großen Hilfsbedarf. Zurzeit werden
erste Nothilfemaßnahmen für die Opfer vorbereitet. Erste
MitarbeiterInnen des globalen Kirchennetzwerks ACT (Action by
churches together) sind bereits vor Ort. Es mangelt vor allem an
Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Notunterkünften.

Die bisherigen Diakonie-Partnerprojekte befinden sich im Norden
der lnsel und sind von den Folgen der Beben verschont geblieben.
Leonardo Ratuwalangon, Leiter des Regionalbüros der Diakonie
Katastrophenhilfe für Indonesien, berichtet von schweren
Zerstörungen: "Rund 70 bis 80 Prozent aller Häuser in der Stadt
Pariaman sind eingestürzt."

Ähnlich ist die Situation in der 900.000-Einwohnerstadt Padang:
Hunderte Häuser stürzten ein und begruben Tausende von Menschen unter
ihren Trümmern. Einstürzende oder brennende Gebäude forderten nach
offiziellen Angaben bisher 529 Menschenleben. Das zentrale
Krankenhaus ist schwer beschädigt und mit den Verletzten der
Katastrophe komplett überfordert. Die Kommunikation ist fast
unmöglich, weil alle Telefon- und Elektrizitätsnetze
zusammengebrochen sind. Deshalb laufen die Bergung der Opfer und die
Betreuung der Überlebenden nur schleppend an. Im östlich gelegenen
Jambi bebte die Erde erst am Donnerstagmorgen um 9.00 Uhr Ortszeit.
Auch hier sind unzählige Wohnhäuser zerstört, Angaben über Opfer
liegen noch nicht vor.

Die Regierung hat einen zweimonatigen Notstand ausgerufen und
rechnet mit Tausenden von Toten. "Die Fernsehsender datieren die Zahl
bei mindestens 3.000. Das Ausmaß der Katastrophe sei größer als beim
Beben von Yogyakarta vor drei Jahren, als 5.800 Menschen ihr Leben
verloren," berichtet Ratuwalangon. "Die Evakuierungsbemühungen
werden erschwert durch andauernde schwere Regenfälle", beschreibt er
die lokalen Entwicklungen weiter. "Wir brauchen dringend Hilfe von
außen: Helfer, aber auch Nahrungsmittel und Matten und Decken für die
Notunterkünfte."

Die indonesische Inselgruppe gehört zu den am meisten von
Erdebeben gefährdeten Regionen der Welt.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um
Spenden!

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300. BLZ 60.000
Kennwort: Erdbeben Indonesien
Online-Spende: https://spenden1.diakonie.at/goto/de/AH/hilfe?spende=1

Rückfragehinweis:

Mag.a Bettina Klinger/Diakonie Österreich
   Leitung Kommunikation
   Tel: 409 80 01-14
   Mobil: 0664 / 314 93 95
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.diakonie.at

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