Hofer: Container-Begasung weiterer Anschlag auf unsere Gesundheit

FPÖ fordert angemessene Kontrollen von Frachtcontainern

Wien (OTS) - "Nach Expertenschätzung wird ein Drittel aller Importcontainer vor der Verschiffung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln begast", berichtet FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Laut Toxikologen handelt es sich bei den verwendeten Mitteln unter anderem um Brommethan - das durch die Haut aufgenommen wird und in hohen Dosen tödlich ist, Phosphorwasserstoff und das Kampfgas Trichlornitromethan."

Was Schädlings- und Schimmelbefall verhindern soll, habe dramatische Auswirkungen auf Umwelt und Verbrauchergesundheit, so Hofer. Die EU fordere zu derartiger Behandlung geradezu auf, indem etwa hölzerne Verpackungsmaterialien in genannter Weise behandelt werden müssen, um bestimmte Arten von Bioinvasoren aus Europa fernzuhalten. Brüssel stelle dem zwar eine Kennzeichnungspflicht begaster Container gegenüber, die aber, da ihre Einhaltung nicht kontrolliert werde, lediglich Papierwert habe. Trete dennoch ein Verstoß zutage, bleibe dieser für die Verursacher ohne Konsequenzen.

"Kopfschmerzen, Hautreizungen, Übelkeit, Augenentzündungen, Asthma und Krebs werden als Langzeitschäden für Hafenarbeiter prognostiziert", warnt Hofer. "Für Konsumenten ergeben sich die Risiken aus der mitunter monatelangen Verdunstungsdauer der Gasrückstände. Da in solchen Containern nicht nur Maschinenteile und Holzprodukte, sondern auch Textilien, Spielzeug und Lebensmittel anreisen, sind alle Europäer betroffen und insbesondere Kinder gefährdet. Durch die zur Anwendung gelangenden Giftgase können sogar die - für sich oftmals schon bedenklichen - (Neben)Wirkeigenschaften von Medikamenten verändert werden."

"Wir haben hier also eine weitere Globalisierungssegnung vor uns, der schwer beizukommen sein wird", hält Hofer fest. "Bemühungen des Konsumentenschutzes und der Gesundheitspolitik können ja mit den Scheinargumenten der 'übergeordneten Notwendigkeit‘ - Beispiel Bioinvasoren - abgeschmettert werden. Mir ist das aber zu wenig", erklärt der freiheitliche Umweltsprecher und schließt: "Es wird entsprechende parlamentarische Anfragen geben. Ich fordere eine strikte Umsetzung der seit 1. Jänner 2008 in der EU gegebenen Kennzeichnungspflicht für begaste Container. Überdies ist dem unkontrollierten Massenimport durch eine branchenübergreifende Rückbesinnung auf das Gütesiegel 'Made in Austria‘ beizukommen. Es genügt nicht, vom >Feinkostladen Österreich< zu reden, man muss ihn auch möglich machen und leben."

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