- 30.09.2009, 12:38:18
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Frauengesundheit neu gedacht: Strategien, Konzepte, Perspektiven
Gesundheitsstadträtin Wehsely eröffnete wissenschaftliche Tagung zum 10-jährigen Bestehen des Programms für Frauengesundheit
Wien (OTS) - "Frauengesundheit hat sich in den vergangen zehn
Jahren fest im Gesundheitswesen der Stadt Wien verankert", so
Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely. "Das Wiener Programm für
Frauengesundheit hat maßgeblich dafür gesorgt, dass sich die
Perspektive in der Gesundheitsversorgung geändert hat und Frauen
jetzt anders wahrgenommen werden. Zahlreiche Projekte wurden
initiiert und vorangetrieben, stets im Bewusstsein, dass
Frauengesundheit aus dem sozialen Blickwinkel gedacht werden muss",
betonte Wehsely heute, Mittwoch, bei der Eröffnung der
internationalen Tagung "Frauengesundheit - neu gedacht: Strategien,
Konzepte, Perspektiven" im Wiener Rathaus anlässlich des 10-jährigen
Bestehens des Wiener Programms für Frauengesundheit (WPGF). ****
"Mit dieser Konferenz wollen wir Sichtweisen aufgreifen, mit
denen wir uns in Zukunft mehr als bisher beschäftigen müssen: Die
rasche Medien-, Bilder- und Informationsgesellschaft verändert die
Sichtweise auf den weiblichen Körper, aber durch Verinnerlichung auch
das Körpergefühl bereits junger Mädchen. Dies ist nicht zum Besten,
wie wir bereits aus Studien schließen müssen", so die Wiener
Frauengesundheitsbeauftragte Univ.Prof.in Dr.in Beate
Wimmer-Puchinger. Mit dem vor einem Jahrzehnt einstimmig im Wiener
Gemeinderat verabschiedeten WPGF hat die Stadt Wien vorausschauend
auf die Erkenntnis reagiert, dass Gesundheit nicht geschlechtsneutral
zu verstehen ist, sondern Frauen in spezifischer Weise betroffen
sind. Prof.in Wimmer-Puchinger nennt einige Beispiele: "Wir haben
erkannt, dass die Propagierung eines einheitlichen Frauenkörpers
nachweislich den Trend zu Essstörungen, aber auch Schönheits-OPs
sowie seit kurzem auch weiblichen Intimkorrekturen verstärkt. Dieser
Erkenntnis zufolge setzen wir Initiativen gemeinsam mit Wirtschaft,
Medien und Modeindustrie. Aber auch der Prävention von weiblicher
Genitalverstümmelung fühlen wir uns verpflichtet." Ein weiteres
Anliegen war es, auf die diversen Barrieren von Migrantinnen zum
Beispiel in der Beanspruchung von Gesundheitsleistungen von Anfang an
zu reagieren. Prof.in Wimmer-Puchinger: "Dies gelang uns gemeinsam
mit dem Team vom FEM Süd."
Das Faktum, dass 18 bis 20 Prozent der Frauen nach der Geburt
postpartale Depressionen entwickeln, wurde durch zahlreiche Maßnahmen
und Öffentlichkeitsarbeit gesellschaftlich weitgehend enttabuisiert.
Körperbilder, führt Mag.a Michaela Langer (Klinische und
Gesundheitspsychologin, Stv. Leiterin Wiener Programm für
Frauengesundheit) aus, werden stark durch gesellschaftliche
Vorstellungen geprägt. "Vor allem der weibliche Körper ist
vielfältigen gesellschaftlichen Normierungen und wirtschaftlichen
Interessen unterworfen. Die Anpassung an - zum Teil - unerreichbare
Idealbilder kann aber sowohl die körperliche als auch die psychische
Gesundheit gefährden und nimmt immer häufiger gesundheitsschädigende
Ausmaße an", so Mag.a Langer. Seit Jahren ist das WPFG deshalb mit
der Initiative S-O-Ess aktiv, um gemeinsam mit Mode, Medien, Werbung
und Industrie medial transportierte unerreichbare und krankmachende
Schlankheits- und Körperideale abzuschwächen und so krankhaften
Entwicklungen wie Ess- oder Sexualstörungen vorzubeugen.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) rb/baj
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Johann Baumgartner Mediensprecher StRin Mag.a Sonja Wehsely Telefon: 01 4000-81238 Fax: 01 4000-99-81 238 Mobil: 0676 8118 69549 E-Mail: [email protected] Mag. Roland Bettschart Geschäftsführender Gesellschafter B&K Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung GmbH Telefon: 01 319 43 78-0 Fax: 01 319 43 78-20 E-Mail:[email protected] www.bkkommunikation.com Österreich-Partner des internationalen Agenturen-Netzwerks IPREX www.iprex.com
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