• 30.09.2009, 12:28:51
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Familiennetzwerk fordert umfassende Besserstellung für Familien

Netzwerk-Sprecher Danhel: Systemreform des Steuer-, Sozialversicherungs- und Arbeitsrechts notwendig - Generationengerechtigkeit muss hergestellt werden

Wien, 30.09.2009 (KAP) Das Österreichische Familiennetzwerk fordert
eine Besserstellung für Familien im Bereich des Steuer-,
Sozialversicherungs- und Arbeitsrechts. Es brauche mehr
Gerechtigkeit für Familien sowie eine umfassendere Kinder- und
Familienorientierung der Gesellschaft, so Netzwerk-Sprecher Prof.
Günther Danhel am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Wien.

Danhel und der Steuerberater Karl Portele präsentierten einen
umfassenden Forderungskatalog. Dieser sieht u.a. eine stärkere
Berücksichtigung von Kindern in der gesetzlichen
Pensionsversicherung vor; etwa durch eine verbesserte Anrechnung der
Kindererziehungsarbeit. Eine weitere Forderung betrifft
Leistungsverbesserungen für Kinder in der Krankenversicherung. So
sollten beispielsweise die Kosten für Zahnspangen von Kindern von
den Krankenkassen übernommen werden.

Eine zentrale Forderung des Netzwerks betrifft ein steuerfreies
Existenzminimum für alle unterhaltsberechtigten Familienmitglieder.
Derzeit werde vom Steuersystem zu wenig berücksichtigt, wie viele
Personen von einem Einkommen leben müssen. Danhel stellte als
Diskussionsgrundlage einen jährlichen Freibetrag von 8.000 Euro pro
Familienmitglied in den Raum.

Weiters sei eine Valorisierung der Familienbeihilfe dringend nötig,
forderten Danhel und Portele. Die Familienbeihilfe sei seit 1999
nicht erhöht worden und habe inzwischen 20 Prozent an Wert verloren.

Weitere Forderungen des Netzwerks betreffen etwa die kostenlose
Ausstellung von Dokumenten wie Reisepässe für Kinder oder die
gleichen Vergünstigungen für Familien wie für Pensionisten im
öffentlichen Verkehr.

Grundsätzlich müsse Familienarbeit wie die Erziehung oder Pflege von
Familienangehörigen künftig positiver wahrgenommen, bewertet und
finanziell abgegolten werden, so Danhel, der auch Direktor des
kirchlichen "Instituts für Ehe und Familie" (IEF) ist. Er
unterstrich, dass es nicht darum gehe, bestimmten
Bevölkerungsgruppen etwas wegzunehmen, sondern
Generationengerechtigkeit herzustellen: "Jede Generation muss
zumindest so viele Lebenschancen vorfinden, wie die Generation vor
ihr". Deshalb müssten auch dringend die öffentlichen Haushalte
saniert werden, um künftigen Generationen Spielräume offen zu
halten. Generationengerechtigkeit sei die Voraussetzung für
Solidarität zwischen den Generationen, betonte Danhel.

Der IEF-Direktor bemängelte, dass Familien derzeit in der
politischen Landschaft nicht entsprechend vertreten seien; ganz
anders als die Pensionisten. Deshalb plädiere er für eine Diskussion
über ein mögliches Kinderwahlrecht, das von den Eltern
stellvertretend ausgeübt werden könne, so Danhel.

O-Töne von Netzwerk-Sprecher Danhel sind unter
www.katholisch.at/o-toene abrufbar.

(ende)
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