- 30.09.2009, 11:50:36
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NEWS: ÖBB-Krankendaten-Skandal weitet sich aus
Interne Unterlagen beweisen, dass die Verantwortlichen im ÖBB-Konzern seit 2005 von illegalen Datensammlungen Bescheid gewusst haben.
Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe des
Nachrichtenmagazins NEWS wird eine ÖBB-Arbeitsunterlage
("Fehlzeitenmanagement") zitiert, wonach es ganz klare Anweisungen
für die Einholung von Krankenstandbegründungen,
Krankenstandsrückkehrgesprächen und sogar den Einsatz von Detektiven
gab. Das Schreiben zeigt auch deutlich, dass alle Verantwortlichen
bei den ÖBB mit der Thematik befasst wurden.
Eine Anzeige in der Causa wird vom ÖBB-Aufsichtsrat noch diese
Woche bei der Staatsanwaltschaft Wien eingereicht.
Wie NEWS weiter berichtet, wurde übrigens vor einer Woche, bei der
ÖBB Personenverkehr AG, die letzte Diagnose im System eingegeben. Und
das, obwohl vor knapp vier Wochen bereits der Datenskandal
aufgeflogen ist.
Darüber hinaus hat NEWS eine erste Bilanz zu der Zahl der
erfassten Krankenstandsdaten in Erfahrung gebracht. Laut einer
Hochrechnung eines ÖBB-Insiders werden insgesamt zwischen 10.000 bis
zu 14.000 Personen vom ÖBB-Skandal betroffen sein. Die Bahn-Vorstände
sprachen anfangs von 3.000 bis 4.000 Fällen.
Eine Peinlichkeit am Rande: laut der oben zitierten Studie, hatten
ÖBB-Vorstände und Manager der Stabstellen erhöhte Krankenstandstage.
Karl Öllinger von den Grünen: "Die liegen sogar über dem Durchschnitt
der österreichischen Angestellten."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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