- 30.09.2009, 11:19:46
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Branchenveranstaltung "Mobilfunk als Motor für Wirtschaft und Gesellschaft"
Freigabe der Digitalen Dividende für Innovations- und Investitionsschub wesentlich

Wien (OTS) - Ein kräftiges Ausrufezeichen für den Mobilfunk sowie
die dazugehörige Infrastruktur setzte die Brachenveranstaltung der
österreichischen Mobilfunkbetreiber und Mobilfunkindustrie am
30.09.09 in der Wiener Skybar. "Mobilfunk braucht, um weiter Motor
der Wirtschaft und Gesellschaft zu sein, die Unterstützung der
Politik. Ein wichtiger Schritt dahin ist die Freigabe der Digitalen
Dividende", formulierte FMK-Präsident und Orange-CEO Michael Krammer
in stellvertretend für die gesamte österreichische Mobilfunkbranche.
Die Unternehmen stünden in den Startlöchern, um schnelles mobiles
Internet auch für den ländlichen Raum bereitzustellen. Eine aktuell
vorgestellte market-Umfrage unterstrich die Wichtigkeit der Digitalen
Dividende als Standortfaktor.
Das Handy ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken
Mobilfunk-Infrastruktur versorgt nahezu 100 Prozent der
ÖsterreicherInnen und wurde in den letzten fünfzehn Jahren ohne
Verwendung von Steuermitteln errichtet. "Die hohe Qualität unserer
Netze hat dazu geführt, dass das Handy aus unserem Leben nicht mehr
wegzudenken ist. Sein Mehrwert ist vielfältig", zählt Krammer
praktische Vorteile des Mobilfunks auf: Das Handy rettet Leben.
Sieben Millionen Notrufe werden jährlich nur in Österreich über das
Mobiltelefon abgesetzt. Gehörlose können mit dieser Technologie
erstmals über Distanzen kommunizieren. Telemedizinische Anwendungen
wie die mobile Gesundheitsüberwachung, Blutzuckermessungen für
Diabetiker via Handy oder Erinnerungen der Tabletteneinnahme via SMS
bringen unmittelbaren Nutzen für den Konsumenten.
Digitale Dividende bringt neue Impulse für Österreich
Die frei gewordenden Frequenzen der digitalen Dividende eignen
sich besonders gut für die mobile Datenübertragung und somit für die
Versorgung des ländlichen Raumes mit Breitband. "Österreich ist
bisher ein internationaler Vorreiter in Sachen Mobilfunk. Die Politik
hat die Chance mit der Vergabe der digitalen Dividende nicht nur
diesen technologischen Vorsprung auszubauen, sondern neue
wirtschaftliche Impulse zu setzen, zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu
schaffen sowie vor allem den Bewohnerinnen und Bewohnern der
ländlichen Gebiete neue Perspektiven zu öffnen", fasst der
FMK-Präsident zusammen. "Die Technik steht bereit, der Ball liegt nun
beim Infrastrukturministerium", ergänzt Krammer.
Market-Institut präsentiert aktuelle Studie zu Digitaler Dividende
Digitale Dividende und Standortfaktum Mobiles Breitband
Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des market-Instituts
interpretierte das Ergebnis der aktuellen market-Meinungsumfrage
"Digitale Dividende und Standortfaktum Mobiles Breitband": "Es geht
den befragten Experten und Meinungsführern um die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, es geht aber auch um die
Sicherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie um die
Nutzung des Breitbandes als Infrastrukturchance für den ländlichen
Raum."
Die anschließende Podiumsdiskussion brachte folgende Beiträge:
I .Eine Bestandsaufnahme zu Mobilfunk: Mobilfunk ist eine
Erfolgsgeschichte
Mobilfunk besser als Coca-Cola
FEEI-Geschäftsführer und FMK-Vizepräsident Dr. Lothar Roitner
erklärte: "Die Technologie ist heute in über 200 Ländern vertreten -
die Mobilfunktechnologie hat damit in zwei Jahrzehnten Dimensionen
erreicht, für die Coca Cola 123 Jahre benötigte." Seine
wirtschaftliche Bestandsaufnahme zu Mobilfunkbranche belegte: Die
Mobilfunkbranche ist mittlerweile ein weltweit bedeutender
Wirtschaftssektor der sowohl angebots- als auch nachfrageseitig
wesentliche Beiträge zur positiven Entwicklung von Wirtschaftsräumen
leistet. Die europäische Mobilfunkindustrie verzeichnete von 2000 bis
2007 ein Umsatzwachstum von 97% von 88 auf 174 Mrd. Euro und
beschäftigte 2007 unmittelbar 590.000 Personen. Rund 2,7 Millionen
Arbeitsplätze entstanden zusätzlich durch Multiplikatoreffekte in
vor- und nachgelagerten Bereichen. Insgesamt generierte der
Mobilfunksektor 2007 knapp 3,3 Millionen Arbeitsplätze in der EU und
durch digitales Business werden weitere 2 Millionen Arbeitsplätze
erwartet. Auch in Österreich hat der Mobilfunk enorme
volkswirtschaftliche Bedeutung, was 7.500 Arbeitsplätze direkt in der
Mobilfunkindustrie und nochmals so viel indirekte Arbeitsplätze in
den der Branche vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweigen zeigen.
Mobilfunkmusterland Österreich: Netzausbau ist Grundlage für weitere
positive Entwicklung
"Österreich ist Mobilfunkmusterland. In keinem anderen Land nutzen
so viele Menschen mobilen Breitbandzugang. In mehr als 30 % der
österreichischen Haushalte gibt es Personen, die mobiles Breitband
verwenden. In Österreich gibt es bei Netztechnologien und
Netzqualität einen ähnlich intensiven Wettbewerb wie bei den Tarifen.
Heimische Mobilfunkkunden profitieren also doppelt und wir haben
Österreich zum Mobilfunk-Musterland mit modernsten Infrastrukturen
entwickelt", sagt Ulrich Rokita, Bereichsleiter Netzplanung, mobilkom
austria, der einen klaren Weg von UMTS über HSPA+ zu LTE
vorgezeichnet sieht.
Mobilfunk begleitet uns in allen Lebenslagen
"Mobile Kommunikation hat sich zu einem Begleiter in allen
Lebenslagen entwickelt", meinte Berthold Thoma, CEO Hutchison 3G
Austria und Mitglied des FMK-Vorstandes. "Das Handy erleichtert unser
Leben in vielen Bereichen - es ist Mobiles Büro, Navigationsassistent
aber auch Informations- und Unterhaltungszentrale. Neben all diesen
praktischen Funktionen sollte aber als weiteres Positivbeispiel
genannt werden, dass das Handy auch lebenswichtig sein kann. Ein
Beispiel sind die über ein Mobiletelefon abgesetzten Notrufe", so
Thoma in seinem Beitrag.
Mobilfunk mit Verantwortung
"Wenn man Mobilfunk als Motor der Wirtschaft und Gesellschaft
wörtlich interpretiert, dann ist es umso wichtiger, dass dieser auch
ökologisch nachhaltig läuft - d.h. nicht nur auf Leistung und
Funktionalität, sondern auch auf Ressourcenschonung und
Energieeffizienz bedacht ist," beschrieb Martin Wallner von Samsung
Electronics, Leitung Telekommunikation für
Österreich/Schweiz/Slowenien, die verantwortliche Rolle des
Mobilfunks zu Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit.,
II. Die Zukunft des Mobilfunks: Mobilfunk braucht innnovations- und
investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und eine längerfristige
Perspektive
Die Branchenveranstaltung zeigte auch klar auf, welche
Rahmenbedingungen die Mobilfunkbranche bräuchte, um weiter
Wirtschaftsmotor zu sein und einen echten Schub für Innovationen und
Investitionen zu leisten.
Führungsrolle muss ausgebaut werden: Internet-Markt bietet Wachstum
Österreich hat sich in den letzten Jahren im Bereich
Internetnutzung zu einem Musterschüler entwickelt. Durch jahrelange
gezielte Investitionen liegen wir nun europaweit auf dem neunten
Platz", unterstrich Mag. Thomas Schöpf, Vorstand von Kapsch
CarrierCom, die ausgezeichnete Position des Landes und führte weiter
aus: "Um die wirtschaftlichen Chancen in diesem Bereich auch künftig
optimal nutzen zu können, ist es essentiell, dass wir unsere
Führungsrolle in diesem Markt weiter ausbauen. Denn während sich
andere Branchen derzeit im Umbruch befinden, verzeichnet der
Internet-Markt solide Wachstumsraten und wird in Zukunft stetig an
Bedeutung gewinnen."
Mobilfunk braucht freiwerdende Frequenzen der Digitalen Dividende
Staffan Henriksson, Vice President Marketing & Communucations,
Ericsson Central Europe formulierte es so: "Mobiles Breitband
ermöglicht es allen Menschen jederzeit und überall die Vorteile des
Internets zu nutzen. Dies hat der bisherige Erfolg des mobilen
Breitbandes eindeutig gezeigt. Für den weiteren erfolgreichen Weg von
mobilem Breitband ist eine Frequenzausstattung unerlässlich."
End2End Paketdatennetze - ein Muss für HSPA und LTE
Dietmar Appeltauer, Leiter Zentral- und Osteuropa bei Siemens
Nokia Networks (NSN) und FMK-Vorstandsmitglied beantwortete die
Frage: "Wie lässt sich mehr Leistung/Geschwindigkeit/Service in
meinem Netzwerk mit weniger Kosten bereitstellen? mit den derzeitigen
Herausforderungen für Betreiber von Mobilfunknetzen. "Es gibt nur
eine Lösung: ein auf IP basierendes Netz für alle Services, ob
Sprache, Video oder Daten. Wir als führender Technologielieferant
streben danach, unseren Partner vollständig IP-basierende Next
Generation Netzwerke anzubieten. Die Effizienz dieser End2End
Paketdaten-Netze reduziert die operativen Kosten, stellt genügend
Bandbreite und Geschwindigkeit bereit und macht technologische
Neuerungen wie HSPA und LTE überhaupt erst wirtschaftlich."
LTE - Der nächste Standard steht vor der Tür
Rüdiger Köster, Geschäftsführer Technology T-Mobile Austria,
skizzierte die Rahmenbedingungen und Zukunft des LTE. "Wenn man den
Mobilfunk beobachtet - so kann man deutlich erkennen, dass es alle
zehn Jahre einen neuen Mobilfunkstandard gibt. Angefangen mit GSM
gefolgt von UMTS. Der nächste Standard steht nun vor der Tür. Das
mobile Breitband ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für Österreich
und eine Chance nicht den Anschluss an den Rest an Europe zu
verlieren."
IKT ist entscheidend für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit
CEO Harald Himmer von Alcatel-Lucent und Mitglied des
FMK-Vorstandes betonte nachdrücklich: "Für zukünftige
Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sind IKT entscheidend. Dafür
brauchen wir Rahmenbedingungen, die Investitionen in moderne
Breitbandinfrastruktur ermöglichen."
Service.
Die Beiträge der einzelnen Unternehmen sowie Fotos der jeweiligen
Referenten gibt es (kostenlos) auf der FMK-CD "Mobilfunk als Motor
für Wirtschaft und Gesellschaft" bzw. werden sie zum Herunterladen
auf der FMK-Website zur Verfügung gestellt. http://www.fmk.at
FMK- Forum Mobilkommunikation
Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei
allen Fragen zu Mobilkommunikation und Mobilfunk-Infrastruktur,
bietet Zahlen, Daten und Fakten für die persönliche Meinungsbildung
und engagiert sich für eine positive Entwicklung der
Wissensgesellschaft. Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G,
Kapsch CarrierCom, mobilkom austria, Motorola, Nokia, Nokia Siemens
Networks, Orange, Samsung, Sony Ericsson und T-Mobile unterstützen
das FMK.
Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=1&dir=200909&e=20090930_f&a=event
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Michael Buchner Pressesprecher FMK - Forum Mobilkommunikation Mariahilfer Straße 37-39, A-1060 Wien Mobil: + 43 664 619 25 12 Tel.: + 43 1 588 39 - 15 Fax: + 43 1 586 69 71 E-Mail: buchner@fmk.at Internet: www.fmk.at
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