- 30.09.2009, 10:40:36
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Flussbautagung 2009: Österreichische Schutzwasserwirtschaft als Partner für die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und EU-Hochwasserrichtlinie
250 Fachleute diskutieren im Stift Göttweig/NÖ über den Schutz vor Naturgefahren
Wien (OTS) - Heute wird im Beisein von Landesrat Stephan Pernkopf,
Abt Columban Luser und den Vertretern des Lebensministeriums,
Generalsekretär Reinhard Mang und Sektionchef Wilfried Schimon die
21. Flussbautagung im Stift Göttweig (NÖ) eröffnet. Bis 2. Oktober
wird im Rahmen dieser Tagung die Strategie zur Umsetzung der
EU-Hochwasserrichtlinie präsentiert und fachlich diskutiert. Weiters
werden die ersten Ergebnisse bei der Umsetzung der
EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgestellt. An der Tagung nehmen mehr als
250 Fachleute aus dem Bereich der Schutzwasserwirtschaft aus
Österreich und dem benachbarten Ausland teil. Dies teilt das
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft mit.
Für GS Mang und SC Schimon vom Lebensministerium ist diese Tagung
"ein enorm wichti-ger Beitrag zum Erfahrungsaustausch in diesem für
die Menschen in diesem Lande so wich-tigen Thema des Schutzes vor
Naturgefahren, insbesondere vor dem Hochwasser. Für uns gilt es aus
den Erfahrungen der letzten Jahre und auch aus den Erfahrungen des
heurigen Hochwassers rasch die richtigen fachlichen Schlüsse zu
ziehen und die Bevölkerung mit in die Diskussionen einzubeziehen, das
soll 2010 fokussiert werden. Eine Stabstelle im Lebensministerium
wird in Hinkunft für eine optimale Koordinierung und Kommunikation
nach außen sorgen."
Weite Teile Europas wurden im Jahr 2002 von großflächigen und
Schaden bringenden Hochwasserereignissen heimgesucht. Als Reaktion
der EU darauf wurde neben der Initiie-rung eines Solidaritätsfonds,
der ähnlich dem österreichischen Katastrophenfond strukturiert ist,
eine eigene Hochwasserrichtlinie verabschiedet. Dies verpflichtet die
Mitgliedstaaten zu einem integrierten und koordinierten Vorgehen im
Hochwassermanagement und soll dadurch die Schäden hinkünftig deutlich
mindern. Im Zuge dieser Fachtagung, die nunmehr seit 25 Jahren in
Abständen von drei bis vier Jahren stattfindet, werden die ersten
Ansätze der fach-lichen Umsetzung präsentiert und auch in einen
internationalen Vergleich gestellt. Ebenso werden die weitreichenden
Auswirkungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie auf die
Schutz-wasserwirtschaft diskutiert, stellt sie doch die gesamte
österreichische Wasserwirtschaft aber insbesondere die
Schutzwasserwirtschaft vor besondere Herausforderungen. Eine
Diskussi-onsveranstaltung wie die Flussbautagung bietet dazu eine
solide, breite und fachlich fundier-te Basis.
Grundsätzlich wurden die bisher gemachten Erfahrungen bestätigt:
Gewässer benötigen Raum, ein zweckmäßiger Hochwasserschutz besteht
in einer Kom-bination von Hochwasserrückhalt und Linearregulierungen
Hochwasserrückhaltebecken bewähren sich sehr gut und haben auch
heuer in vielen Fällen große Schäden verhindert.
Werden Gebiete mehrfache intensiv überregnet, sodass hohe
Niederschlagsmengen auf bereits gesättigten Boden treffen, ist eine
Überforderung der Hochwasserschutzeinrich-tungen oft unvermeidlich.
Es muss die Bevölkerung informiert werden, dass auch ein nach dem
Stand der Technik ausgeführter Hochwasserschutz keinen absoluten
Schutz bietet, dass immer ein Restri-siko besteht. Selbstschutz bzw.
Eigenvorsorge sind auch ein Teil des Systems Hochwasserschutz.
Neben Fachvorträgen und Diskussionen gibt es die Möglichkeit, die
praktischen Umset-zungsbeispiele der Schutzwasserwirtschaft die
bereits unter Berücksichtigung der EU-Wasserrahmenrichtlinie
beispielhaft umgesetzt wurden, im Rahmen der Fachexkursion zu
besichtigen. An der Tagung nehmen rund 250 Fachleute aus dem Bereich
der Schutzwasserwirtschaft teil, teilte das BMLFUW abschließend mit.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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