• 30.09.2009, 09:14:18
  • /
  • OTS0034 OTW0034

Forschung und Technologie für Bures im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs in Japan

Übereinkommen mit Japan über beschleunigte Patenterteilungsverfahren - Erfahrungsaustausch über direkte Forschungsförderung

Wien (BMVIT) - Infrastrukturministerin Doris Bures begleitet
Bundespräsident Heinz Fischer bei seinem offiziellen Arbeitsbesuch in
Japan. Die Infrastrukturministerin setzt bei ihrem Arbeitsprogramm in
Japan einen Schwerpunkt auf den Ausbau der Zusammenarbeit in
Forschungs- und Technologiefragen sowie auf den Erfahrungsaustausch
im Bereich Verkehrsinfrastruktur. Bures nimmt im Rahmen des
viertägigen Arbeitsbesuchs am österreichisch-japanischen
Wirtschaftsforum teil, weiters eröffnet sie die Symposien "High Tech
Day" und "Technologies for the City of Tomorrow". Diese beiden
Symposien dienen zur Präsentation österreichischer Hightech-Firmen.
Darüber hinaus trifft sie sich mit Vertretern der größten japanischen
Förderagentur für Forschung und Entwicklung, um über eine mögliche
Zusammenarbeit zu beraten. ****

Bures weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass mit der vor
wenigen Monaten getroffenen Übereinkunft der wechselseitigen
Beschleunigung des Patenterteilungsverfahrens schon eine signifikante
Verbesserung für österreichische Unternehmen am japanischen Markt
erreicht worden ist. Dieses Übereinkommen wurde von Seiten des
Österreichischen Patentamts, das ja zum BMVIT ressortiert, und dem
Japanischen Patentamt abgeschlossen. Damit wird es möglich, dass
Patentanträge österreichischer Unternehmen in Japan binnen drei
Monaten abgeschlossen werden, gleiches gilt für japanische
Patentanträge beim Österreichischen Patentamt.

Diese Übereinkunft ist seit 1. Juli dieses Jahres in Kraft und
bedeutet für österreichische Patentanmelder, dass sie schneller den
Patentschutz am japanischen Markt erhalten und damit verbunden eine
deutliche Erhöhung der Rechtssicherheit. Zuvor dauerten die
Patenverfahren in Japan bis zu 30 Monate. Vom Umfang her entfalten
österreichische Unternehmen eine sehr rege Aktivität in Japan, seit
dem Jahr 2000 wurden 1.900 Patente in Japan angemeldet.

Arbeitsgespräch mit japanischer Forschungsförderungsagentur
NEDO

Beim Besuch in der New Energy and Industrial Technology
Development Organization (NEDO), der größten japanischen
Förderagentur für Forschung und Entwicklung, wird Bures von
Vertretern der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft
(FFG) und vom Austrian Institute of Technology (AIT) begleitet.
Gemeinsam erörtert man die bestehenden Strategien in der
industrienahen Forschungsförderung und Möglichkeiten für zukünftige
Kooperationen.

Bemerkenswert ist, dass die japanische NEDO sowohl in der
Ausrichtung auf die industrienahe Forschung und Entwicklung, in den
Kooperationsmodellen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen als
auch in den inhaltlichen Schwerpunkten (Umwelt- und Energie, IKT,
Nachhaltigkeitsprogramme etc.) sehr große Ähnlichkeiten mit der
österreichischen FFG aufweist. Für Bures ist das eine Bestätigung des
eingeschlagenen Wegs in der direkten Forschungsförderung.

Japan gehört im weltweiten Vergleich zu den Ländern mit der
höchsten Forschungsintensität, was sich sowohl in der Forschungsquote
als auch im Global Innovation Scoreboard (GIS), wo Japan an fünfter
Stelle liegt, abbildet. Österreich lag beim GIS zuletzt auf Rang 14,
mit deutlicher Aufwärtstendenz. Auch im Vergleich der EU-Staaten
befindet sich Österreich auf der Überholspur, zählt bei der
Forschungsquote mittlerweile zu den Top 3, liegt im European
Innovation Scoreboard auf Rang sechs und ist dabei einer der zwei
Staaten, denen die größte Dynamik im Aufholprozess bescheinigt wird.

Der Erfahrungsaustausch mit Japan ist für Infrastrukturministerin
Bures eben wegen der herausragenden Stellung, die dieses Land bei
technischen und wirtschaftlichen Innovationen einnimmt, von so großer
Bedeutung. Bures: "Unser Anspruch ist durchaus unbescheiden. Wir
setzen alles daran, dass österreichische Hochtechnologie, die
gemeinsam von Unternehmen und Forschungsförderung entwickelt wird,
das Potential hat, sich auf dem japanischen Markt, einem der
schwierigsten, weil innovativsten der Welt, durchzusetzen." (Schluss)

Rückfragehinweis:
Susanna Enk, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel