- 29.09.2009, 14:34:40
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Kaffee verbindet
Fairer Handel sorgt für ganzheitliche Qualität

Köstendorf (OTS) - Zum Tag des Kaffees am 1. Oktober informiert
EZA Fairer Handel über aktuelle Kaffee-Neuheiten. Ein Kurzfilm öffnet
ein Fenster in die Welt des bekannten Kaffee Orgánico und die
Menschen dahinter. Demnächst: Kaffee Orissa aus Indien.
"Unser Genuss ist das Produkt sorgfältiger Arbeit, die in den
Kaffeegärten der Kleinbäuerinnen und -bauern beginnt," stellt Andrea
Schlehuber von EZA Fairer Handel, fest. Die Fair Trade
Importorganisation pflegt direkte Handelspartnerschaften mit den
Kaffeegenossenschaften. Der jüngste Besuch von Repräsentanten aus
Mexiko gab Einblick in die aktuelle Situation der
KleinproduzentInnen.
Krise bringt Emigranten zurück
"Bauern, die vor einigen Jahren ihr Stück Land verlassen haben und
in die USA emigrierten, kommen heute aufgrund der Wirtschaftskrise
zurück und suchen nach neuen Einkommensquellen in Mexiko," berichtet
Gregorio Mendez Moreno von der Kooperative Tiemelonla Nich Klum aus
Chiapas. Die niedrigen Kaffeepreise Anfang der Jahrtausendwende haben
viele zum Aufgeben gezwungen. Die Preise, zu denen Kaffee an der
Börse gehandelt wurde, deckten bei weitem nicht mehr die
Produktionskosten. Die Mitglieder seiner Organisation, so Mendez,
konnten schon damals durch Fairen Handel auf deutlich höhere und
garantierte Mindestpreise bauen.
Vorbild für viele
Mendez vertritt eine von 14 Genossenschaften, die ihre
Arabica-Hochlandbohnen für Kaffee Orgánico an die EZA liefern.
Bereits 1988 lancierte Österreichs größte Fair Trade
Importorganisation damit eine Neuheit auf dem österreichischen Markt:
Den ersten Bio-Kaffee aus Fairem Handel. Von Beginn an wurde er in
den Weltläden zum Verkauf angeboten. Was mit bescheidenen 33 Tonnen
begann, entwickelte sich zum bekanntesten und erfolgreichsten Kaffee
mit FAIRTRADE Gütesiegel und zum Beispiel für viele. Heute versorgen
14 mexikanische Kleinbauernkooperativen mit der gut zehnfachen Menge
die Importorganisation in Köstendorf. Supermärkte, Drogeriemärkte und
der Naturkostfachhandel wurden zu weiteren wichtigen Abnehmern.
Sorgsamer Umgang mit der Natur
Die Kleinbauernfamilien sind mehrheitlich Angehörige indigener
Volksgruppen und leben im mexikanischen Chiapas und Oaxaca. Der
sorgsame Umgang mit der Natur als Grundlage ihres Lebens ist ein
wichtiges Prinzip. "Wir wollen keine Chemie verwenden, weil das die
Umwelt zerstört, die Natur, die Luft, die wir atmen, die ganze Mutter
Erde," erklärt Erein Hernandez Mauricio aus Tziscao. "Deshalb
verwenden wir nur organischen Dünger, unser Kaffee ist 100 Prozent
biologisch."
Mehr Sicherheit durch Fairen Handel
Damit sich die Arbeit lohnt, setzen zahlreiche Kooperativen auf
Fairen Handel. Stabilere Preise und verlässliche
Handelspartnerschaften sind eine wichtige Grundlage, damit sich die
Lebensbedingungen der Kleinbauernfamilien verbessern. "Wir haben uns
aus der absoluten Abhängigkeit von den Zwischenhändlern befreit,"
sagt Gregorio Mendez Moreno, der seit Gründung seiner Genossenschaft
vor über 20 Jahren mit dabei ist. "Aus der Sozialprämie haben wir
letztes Jahr Maismühlen finanziert," erklärt er. Das entlastet viele
Frauen. Sie müssen den Mais für die tägliche Tortilla nun nicht mehr
händisch mahlen.
Große Herausforderungen
Damit sind die Probleme nicht gelöst. Die Lebenshaltungskosten
sind in den letzten Jahren in Mexiko explodiert, die Wirtschaftskrise
wirft ihre Schatten. Die Kaffeepflanzungen sind in die Jahre gekommen
und müssen dringend erneuert werden, damit sie auch in Zukunft
sinnvolle Erträge abwerfen. Und auch die Zwischenhändler treten in
Zeiten höherer Kaffeenachfrage umso aggressiver auf den Plan und
locken mit schnellem Geld - große Herausforderungen, die die
Genossenschaften in nächster Zeit meistern müssen. Gregorio Mendez
macht sich keine Illusionen, setzt aber weiterhin auf die wichtige
Unterstützung durch den Fairen Handel: "Ich hoffe, dass wir gemeinsam
weiter kämpfen," stellt er fest und fügt hinzu: "Sicher, wir leben in
zwei verschiedenen Welten. Doch wir sind nicht getrennt. Wir sind
verbunden."
EZA bietet größte Auswahl an FAIRTRADE Kaffees
Kaffee Orgánico ist der unangefochtene Star unter den EZA-Kaffees.
Erhältlich ist er in ganzer Bohne oder gemahlen, für Filterkaffee,
Espresso, in Pads sowie entkoffeiniert.
Das Kaffee-Sortiment wurde in den letzten Jahren deutlich ausgebaut.
Bereits 95 Prozent aller EZA-Kaffees stammen aus
kontrolliert-biologischem Anbau.
Die handverlesenen Arabica Hochlandsorten gedeihen in Mexiko,
Guatemala, Nicaragua, Uganda, Äthiopien und Indonesien. Sie stammen
ausschließlich aus kleinbäuerlicher Produktion. Auch Löskaffee-Fans
können wählen: Zwischen gefriergetrocknetem, sprühgetrocknetem und
entkoffeiniertem Löskaffee, fair& bio.
Spezialitätenlinie wird ausgebaut
Die im letzten Jahr mit Kaffees aus Äthiopien und Indonesien
begonnene Spezialitätenlinie wird Ende Oktober mit Kaffee ORISSA aus
Indien fortgesetzt. Der Arabica-Kaffee aus Indien wird von Adivasis -
indischen UreinwohnerInnen - nach den Kriterien des Bio-Anbaus
kultiviert.
Alle EZA-Kaffees tragen das FAIRTRADE-Gütesiegel. Der Marktanteil
der EZA-Kaffees liegt bei rd. 1 Prozent. Rund 50 Prozent aller in
Österreich verkauften FAIRTRADE Kaffees kommen von EZA Fairer Handel.
Ein Fenster in die Welt des Kaffee Orgánico
Mit einem 13-minütigen Film öffnet die EZA am 1. Oktober auf ihrer
Homepage ein Fenster in die Welt des Kaffee Organico und die Menschen
dahinter. www.eza.cc
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Andrea Reitinger
EZA Fairer Handel
Wenger Str. 5, A-5203 Köstendorf
Tel.: O6216 20200-24
mailto:[email protected], www.eza.cc
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