- 29.09.2009, 09:30:12
- /
- OTS0036 OTW0036
Allianz Invest Quarterly 4/2009
Rezession zu Ende, österreichische Bundesanleihen weiter top
Wien (OTS) - Ein Jahr nach dem Kollaps von Lehman Brothers
befinden sich Europa und die USA am Ende der Rezession. Diverse
volkswirtschaftliche Indikatoren sind Spiegelbild eines Übergangs zur
"Neuen Normalität", während an den Finanzmärkten die Rallye an den
Börsen an Fahrt verliert. In diesem Umfeld könne sich der Finanzplatz
Österreich gut behaupten, meinen die Allianz Experten.
"Die konjunkturelle Talfahrt ist beendet, die wirtschaftliche
Erholung setzt sich fort", kommentierte Martin Bruckner, Vorstand der
Allianz Investmentbank AG, den Ausblick auf das kommende Quartal vor
Journalisten.
Übergang zu "New Normal"
Das aktuelle Wirtschaftswachstum sei vor allem auf Rettungspakete
der Regierungen sowie konzertierte Aktionen globaler Institutionen
wie IWF und Weltbank zurückzuführen. Positiv sei festzuhalten, dass
die gemeinsamen Maßnahmen der letzten zwölf Monate gegriffen haben;
es sei aber noch nicht abzusehen, wie der Übergang zur "Neuen
Normalität" vonstatten gehe, in der es ein gesamtwirtschaftlich
niedrigeres Wachstum als in den letzten Jahren geben werde. "Die
Einschnitte der weltweiten Krise werden langfristig Spuren
hinterlassen", so Bruckner.
Stabilisierung an den Finanzmärkten
Die aktuellen Wirtschaftsindikatoren sowie die Perspektiven an den
Finanzmärkten sind überwiegend erfreulich: Aktien konnten die
Sommerrallye verlängern, das Momentum ließ zuletzt jedoch nach. Die
Halbjahresergebnisse der Unternehmen lagen über den Erwartungen, und
auch zukünftige Gewinnprognosen wurden zum ersten Mal seit zwei
Jahren wieder nach oben revidiert. Renditen von Staatsanleihen
konnten sich aufgrund der Befürchtungen, dass das langfristige
Wachstumspotenzial gering sein könnte, gut halten, befinden sich
jedoch weiterhin auf historischen Tiefstständen. Die Inflationsgefahr
sei weiterhin sehr gering, die Leitzinssätze werden über einen
längeren Zeitraum auf den tiefen Niveaus verharren, meinte Bruckner.
Die jüngste merkliche Aufhellung bei zahlreichen Stimmungsindikatoren
verspreche für das zweite Halbjahr wieder positive Zuwachsraten -
beispielsweise in Deutschland und den USA -, was auf aggressive geld-
und fiskalpolitische Unterstützung zurückzuführen sei. Als
Konjunkturtreiber würden sich dabei insbesondere die
Lagerinvestitionen erweisen, nachdem die Unternehmen ihre Lager im
Winterhalbjahr stark abgebaut haben. Die privaten Haushalte dürften
sich mit Auslaufen der Anreizprogramme zum Neuwagenkauf sowie vor dem
Hintergrund des deutlichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit mit Ausgaben
zurückhalten.
Chancen für Anleger
"Wir sind neutral im Markt, was sowohl Aktien als auch Anleihen
betrifft", erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz für das
kommende Quartal. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, Europa
überzugewichten. Der Wirtschaftszyklus sowie Ergebnisrevisionen der
Unternehmen hinkten US-Entwicklungen hinterher - die Bewertungen
seien relativ zu anderen Regionen günstig. Bei den USA lautet das
Anlagevotum "untergewichten": US-Aktien haben historisch in
Wirtschaftsphasen, wie man sie jetzt vorfindet, generell
underperformt, die Aktienbewertungen liegen deutlich über denen
anderer Regionen. In Japan und den Emerging Markets ist die Allianz
neutral gewichtet: Die japanische Wirtschaft konnte bereits im
zweiten Quartal 2009 - angetrieben von steigenden Exporten nach China
- wieder positive Zahlen verzeichnen, auch Unternehmensergebnisse
konnten sich massiv verbessern. In den Emerging Markets gäbe es
absolut weiterhin stärkstes strukturelles Wachstum, so Bruckner. Als
Risiken lassen sich laut Bruckner neben einer sogenannten
"W-Rezession" - bei dieser kommt es zu einem Aufschwung, der jedoch
mehrere Phasen des Auf und Abs beinhaltet -, auch die steigenden
Staatsschulden charakterisieren.
Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz, Europa über- sowie
die USA unterzugewichten. "Die Zinskurve ist sehr steil, die
Risikospreads bei Anleihen haben sich weiter eingeengt", erklärt Mag.
Martin Maier, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. In den USA
beließ die Notenbank Fed den Leitzins im Band von 0 - 0,25 Prozent
und dieser dürfte dort auch länger bleiben. Die positive Entwicklung
bei staatsgarantierten Mortgages sollte anhalten. In Europa dürfte
die EZB am Ende des Zinssenkungszyklus angelangt sein. Auf der
Spreadseite ist eine starke Erholung zu beobachten, die
Renditeaufschläge bei Investmentgrade Corporates sind weiter
rückläufig. Japan empfehlen die Allianz Experten unterzugewichten, da
das absolute Zinsniveau weiterhin unattraktiv sei. Anleihen aus den
Emerging Markets sollten neutral gewichtet werden: Diese
verzeichneten seit Jahresbeginn eine herausragende Performance.
Positiv wirkte sich dort die Unterstützung von IWF, EBRD und der EU
aus. Der Risikoappetit der Investoren ist deutlich angestiegen, der
Krisentest scheint bestanden. Innerhalb der Emerging Markets sind
Länder mit hoher Bonität zu bevorzugen - wie etwa Brasilien, Mexiko
und Russland.
Rating und Rendite: Österreichische Bundesanleihen weiterhin lukrativ
Im globalen Vergleich können österreichische Staatsanleihen
hervorragend punkten: Wirft man einen Blick auf Rating und Rendite,
so zeigt sich, dass Österreich für Investoren weiterhin attraktiv
ist. "Die Rendite zehnjähriger österreichischer Bundesanleihen liegt
über jener von Deutschland", erklärt Maier. Der Spread von
österreichischen gegenüber deutschen Bundesanleihen liegt bei aktuell
40 Basispunkten, nach dem Hoch von 140 Basispunkten Ende des ersten
Quartals. Berücksichtigt werden müsse jedoch auch der Umstand, dass
die österreichische Staatsverschuldung im Vergleich zur Euro-Zone als
relativ niedrig einzustufen sei. Dies wurde auch jüngst von den
großen Rating-Agenturen bekräftigt, welche das Triple A-Rating
Österreichs bestätigt haben. "Wir setzen auf Qualität - Österreich
ist für uns nach wie vor sehr attraktiv. Aus diesen Gründen empfehlen
wir weiterhin Investments in österreichischen Bundesanleihen",
erklärt Maier.
Mit dem Allianz Invest Rentenfonds können auch Anleger diese
Investitionschancen wahrnehmen: Veranlagt wird in fest- und variabel
verzinslichen Anleihen, den Veranlagungsschwerpunkt bilden auf Euro
lautende Rentenpapiere mit mittlerer und langer Restlaufzeit. Aktuell
weist der Fonds eine Übergewichtung in österreichischen Bundes- und
staatsgarantierten Bankanleihen auf. In den vergangenen zwölf Monaten
(Stichtag: 15.09.2009) zeigte der Fonds einen Wertanstieg um 12,36
Prozent - und seit zehn Jahren eine Wertentwicklung von
durchschnittlich plus 5,06 Prozent pro Jahr.
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: http://www.allianz.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AEV






