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Mit den Ängsten erstarkt ... (von Claudia Grabner)
Ausgabe 29. Sep. 2009
Klagenfurt (OTS) - Gemütlich wollten sie es haben. Nur: Gemütlich
ists bei aller Liebe nicht. Die Probleme stapeln sich - auch abseits
der Wirtschaftskrise. Seit Jahren. Allesamt unangenehm. Und allesamt
kollektiviert - von einer Partei, die sukzessive mit den Ängsten der
Menschen erstarkt. HC Strache hat den alten Stil der populistischen
Stimmenmaximierung taktisch gevieft, moralisch kaltschnäuzig
zugespitzt: Über den restriktiven Kurs in der Ausländerfrage hat er
das sozialpolitische Thema step by step freiheitlich besetzt. Zu
Tausenden wechseln zukunftspessimistische, weil verängstigte, weil
sich alleine gelassen fühlende Menschen das Lager. 45.000 ehemalige
SPÖ-Wähler sind in Oberösterreich zur FPÖ abgewandert. 32.000 holte
sich die Strache-Partei von den Nichtwählern des Jahres 2003. Das
BZÖ? Zerbröselt. Abgestürzt unter die politische Wahrnehmungsgrenze.
Und da wirds paradox: weil sich plötzlich zwei Parteien, die vormals
Welten trennten, so ähnlich geworden sind. SPÖ und BZÖ im Taumel
ihrer Selbstfindung. Sie wollten alles sein - und wurden beliebig.
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