Politshow mit Haider als Zugpferd

Ausgabe 26. Sep. 2009

Klagenfurt (OTS) - Die Aufregung beim BZÖ über die Veröffentlichung der Haider-Akten in "News" ist eigentlich nur noch peinlich. Es fragt sich, was die orangen Erben so erzürnt. In dem Bericht steht nichts Neues. Dass Haider alkoholisiert und zu schnell unterwegs war, ist bekannt. Dass Fremdverschulden ausgeschlossen wird und keine Medikamente oder Drogen im Spiel waren, ist ebenfalls ausgiebigst breitgetreten worden.

Nur ist es eben so, dass das BZÖ den Namen Haider nach wie vor braucht, um sein politisches Überleben zu sichern. Immerhin will es Schwester Ursula Haubner bei der Wahl am Sonntag in den oberösterreichischen Landtag schaffen und nutzt jede Gelegenheit, sich in die Medien zu bringen. Der Bericht kam da gerade recht. Statt die "News"-Redakteure zu verteufeln, sollten die BZÖler besser Danke sagen. Ohne die künstlich produzierte Aufregung hätte die Partei nämlich mit Inhalten punkten müssen, und das ist schon bei der Vorarlberg-Wahl schiefgegangen, wo das BZÖ mit 1,2 Prozent noch hinter den "Sonstigen" (2,3 Prozent) lag.

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