Mölzer: Die Freiheit, die er meinte

Wien (OTS) - Eine neue Auflage in großer Stückzahl von immerhin 15.000 soll es demnächst des vermeintlichen Hauptwerks von Jörg Haider geben. Das Buch "Die Freiheit, die ich meine", das 1993 im Ullstein-Verlag erschienen war, soll nun auf Initiative der Familie Haider, mit einem Vorwort des italienischen Schwiegersohns Paolo Quercia, wieder unter die Leute gebracht werden, da es nach Ansicht der Familie am besten die Ideen des verblichenen Landeshauptmanns wiedergäbe.

Mit Erheiterung reagierte darauf Andreas Mölzer, langjähriger "Zur Zeit" Chefredakteur und freiheitlicher EU-Abgeordneter, der damals als Vorsitzender des freiheitlichen Bildungswerks mit der Erstellung des Buchtextes befasst war. Ironisch merkte Mölzer an, er freue sich durchaus darüber, wenn jenes Buch, das er seinerzeit "unter dem Pseudonym Jörg Haider" veröffentlicht hatte, nunmehr wieder massenhaft Leser finden solle. Tatsächlich war ja schon seinerzeit beim ersten Erscheinen des Buches bekannt, dass Mölzer den Löwenanteil des Textes für den seinerzeitigen FPÖ-Chef verfasst hatte.

Auch führte Mölzer die Verhandlungen mit dem Ullstein-Verlag, der seinerzeit zur Verlagsgruppe LangenMüller des Münchner Verlegers und Burschenschafters Herbert Fleißner gehörte. Für die Buchreihe im Ullstein-Verlag war seinerzeit Rainer Zitelmann verantwortlich, mit dem Mölzer persönlich befreundet war und der durch eine wissenschaftliche Arbeit über "Adolf Hitler als Revolutionär" bekannt geworden war.

Der nunmehrige "Zur Zeit" Chefredakteur und damalige Haider-Ghostwriter, Andreas Mölzer, meint heute zu diesem Buch, dass darin zu Beginn der 90-er Jahre die Ideen und Zielsetzungen der Haider FPÖ zweifellos am deutlichsten herausgearbeitet worden seien. Eine Arbeit, der er sich damals mit Leidenschaft und Überzeugung gewidmet hätte. Alle weiteren Publikationen, die dann von und um Jörg Haider in der Folge erschienen sind, waren verglichen damit eher "ein schwacher Abklatsch", meint Mölzer heute. Um ironisch fortzufahren:
selbstverständlich verlange er für die Neuauflage aus Pietät von dem vor einem Jahr Verstorbenen keine Tantiemen, er hoffe nur, dass die Verlagsrechte mit dem Hause LangenMüller korrekt abgeklärt worden seien und lege Wert darauf, dass sein Text in der Neuauflage in keiner Weise verändert werde.

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