Angela Merkel spricht unverständlicher als Herausforderer Steinmeier Deutschlands Wahlkampf im Verständlichkeitstest

Salzburg (OTS) - Der deutsche Bundestagswahlkampf sucht klare
Worte. Kanzlerin Angela Merkel hat dabei das Nachsehen. Ihre Worte an rund 62 Millionen Wahlberechtigte klingen weit weniger deutlich als die ihres sozialdemokratischen Herausforderers. Frank Walter Steinmeier hat zumindest in Sachen Verständlichkeit die Nase vorn. Das ergab eine Studie der Universität Hohenheim in Kooperation mit dem Comlab Ulm.

Die SPD hat den Wahlkampf um die deutlichere Sprache klar für sich entschieden. Frank Walter Steinmeier erreicht auf dem Hohenheimer Verständlichkeitsindex 16,4 von 20 möglichen Punkten. Die regierende Kanzlerin schafft es gerade mal auf 13,9 Punkte. Der Hohenheimer Index ist eine Verständlichkeitsformel, die mit Unterstützung des Computer-Programms Textlab erstellt wird. Dabei werden für die Verständlichkeit relevante Faktoren - wie z. B. der Gebrauch von zu langen Sätzen oder von abstrakten Wörtern - erhoben und gewichtet.

Die Forscher kritisieren den häufig verwendeten Politikerjargon im deutschen Wahlkampf. Verständlich formulieren die deutschen Kanzleranwärter nur bei Angriffen auf den politischen Gegner. Sachthemen verstecken sich hinter sprachlich komplizierten Facherklärungen. Langen Atem beweisen deutsche Politiker vor allem in Sachen Satzlänge. Ungetüme von bis zu 50 Wörtern durchziehen die politischen Botschaften.

Basis für die Untersuchung ist das Software-Programm Textlab. Die richtungsweisende EDV-Entwicklung zeigt textliche Schwächen schonungslos auf. Schachtelsätze, Wortungetüme und Fremdwort-Gebrauch fließen in die Auswertung ein. Die Software Textlab wird in Österreich exklusiv von WEBWORKS (www.webworks.at) vertrieben. Es analysiert Reden, Fachtexte oder Internet-Artikel. Neben der automatisierten Auswertung unterstützt das Programm Autoren interaktiv bei der Textverbesserung. Corporate Wording - die einheitliche Benennung von wiederkehrenden Textelementen - zählt genauso dazu wie die Optimierung für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Ein Text für Senioren benötigt andere Vokabel als ein Artikel für Jugendliche.

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