• 24.09.2009, 13:22:47
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  • OTS0208 OTW0208

Cartellverband für Ende von Pensionsgeschenken

Offener Brief des ÖCV an Bundeskanzler Faymann

Vertreter des ÖCV mit Offenem Brief vor Bundeskanzleramt .v. l. n. r.: 1. ÖCV-Vizepräsident Richard Hansl, Vorsitzender der Altherrenschaft Mag. Dr. Herbert Stickler, ÖCV-Präsident Christoph Gruber, 2. ÖCV-Vizepräsident Michael Asamer, Technischer Leiter Stefan Glaser..

Wien (OTS) - Am 24. September 2009 hat ÖCV-Präsident Christoph
Gruber folgenden Offenen Brief dem Kabinett von Bundeskanzler Faymann
übergeben.

An
Herrn Bundeskanzler
Werner Faymann
Bundeskanzleramt
Ballhausplatz 2
1014 Wien

Betreff: Forderungen des ÖCV für ein generationengerechtes Österreich

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

Heute vor einem Jahr, am 24. September 2008, haben Sie, sehr geehrter
Herr Bundeskanzler, unserer Ansicht nach entscheidend dazu
beigetragen, die Zukunft der Jugend dieses Landes nachhaltig zu
verbauen. Aus rein parteipolitischem Kalkül und wahltaktischen
Überlegungen haben Sie im Parlament die Rücknahme der
Studienbeiträgen sowie eine übermäßige Pensionserhöhung
mitbeschlossen und durch die damit verbundenen Kosten für den
Staatshaushalt dazu beigetragen, den finanziellen Spielraum der
nachkommenden Generationen einzuzementieren.

Als Vertreter des größten Studenten- und Akademikerverbandes
Österreichs, der unter seinen 13.000 Mitgliedern mehr als 2500
Studenten zählt, fordere ich Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
auf, endlich auf einen nachhaltigen Regierungsstil einzuschwenken und
im Sinne der Jugend dieses Landes nachhaltige und
generationengerechte Politik zu machen, die diesen Namen verdient.

Konkret fordert der Österreichische Cartellverband (ÖCV), dem ich
derzeit als Präsident vorstehe, Folgendes:

- Wiedereinführung der Studienbeiträge nach leistungsorientierten und
sozialen Gesichtspunkten: Der derzeitige Status quo verursacht mehr
Aufwand als er Vorteile bringt. Eine Ausbildung darf auch
Studierenden Geld kosten. Studienbeiträge, die Leistungsorientierte
und sozial Schwache gleichermaßen fördern, sind nicht nur gerecht,
sondern auch nachhaltig.

- Ende der übertriebenen Großzügigkeit bei Pensionsgeschenken: In
bereits bestehende Pensionen darf nicht eingegriffen werden.
Gleichzeitig sollen aber die Zugeständnisse an unsere Senioren -
ebenso wie jene, die bald in den Ruhestand treten - nur mit sehr
großem Augenmaß gefasst gehalten werden, damit auch nachfolgenden
Generationen ein tragfähiges Pensionssystem erhalten bleibt. Eine
Pensionserhöhung um 1,9% darf es daher nicht geben.

- Konkrete Maßnahmen zur Förderung der Generationengerechtigkeit: Ein
konsensorientierter Dialog zwischen den Generationen ist für unser
Land essenziell. Statt einzig auf die Wählerstimmen der höheren
Semester zu schielen, sollte die Regierung eine Politik für alle
Wählergruppen - also auch die jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger
betreiben und Maßnahmen umsetzen, welche den verstärkten Diskurs
zwischen den Generationen fördern. Als Beispiel dafür können unsere
46 Mitgliedsverbindungen dienen, wo dieser Austausch zwischen den
Generationen seit jeher gelebt wird.

Wir, als ÖCV, sind sehr gerne bereit, Verantwortung zu übernehmen und
bringen uns in die Diskussion über die Zukunft des Landes seit jeher
ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie, Herr Bundeskanzler, auf uns
zukommen und uns bei unseren Forderungen unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen,

Hochachtungsvoll

Christoph Gruber
Präsident des Österreichischen Cartellverbandes

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

ÖCV  Kommunikation
   Ewald Salzger
   Tel.: 0699/11542630
   E-Mail: redaktion@oecv.at

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