EU-Bildungsprogramm: Auslandssemester nun auch für Schülerinnen und Schüler

Wien (OTS) - Auslandssemester sind ab dem Schuljahr 2010/2011
nicht nur für Studierende möglich: Die Europäische Union hat die Individuelle Schülermobilität gestartet. Mit ihr können zukünftig auch Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren drei bis zehn Monate eine Schule in einem anderen europäischen Land besuchen. Ein Zuschuss der Europäischen Union und die Anrechnung des besuchten Unterrichts im Heimatland sollen den Schritt ins Ausland schmackhaft machen.

Die Europäische Kommission hat im Juli ein Grünbuch veröffentlicht, das die Chancen junger Menschen auf eine Auslandserfahrung deutlich erhöhen möchte. Der neue Schüleraustausch trifft genau ins Schwarze.

Claudia Schmied, Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur: "Die Mobilität und Internationalität junger Menschen ist für ihre Zukunftschancen von zentraler Bedeutung. Ich freue mich, dass wir mit diesem neuen Programm einen wichtigen Beitrag dazu leisten können."

Im ersten Jahr 2010/2011 nehmen folgende Länder an der Individuellen Schülermobilität teil:
die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Schweden, Spanien, die Tschechische Republik

Mitmachen können alle Schulen, die an einer Comenius-Schulpartnerschaft mitwirken oder in der Vergangenheit mitgewirkt haben. Der Austausch ist mit jenen Ländern möglich, mit der auch die Schulpartnerschaft bestand, sofern sie zu diesen 13 Ländern gehören. Der Antrag wird von der Schule gestellt. Untergebracht werden die Schülerinnen und Schüler bei ausgewählten Gastfamilien.

Budget

"Das für den individuellen Schüleraustausch vorgesehene Gesamtbudget beträgt europaweit rund 2,6 Millionen Euro. Für Österreich werden davon rund 150.000,- Euro zur Verfügung stehen", weiß Ernst Gesslbauer, Leiter der koordinierenden Nationalagentur Lebenslanges Lernen.

Jene Schulen, die Schülerinnen und Schüler über die neue Aktion ins Ausland schicken möchten, können bei der Nationalagentur ihres Landes Anträge stellen, in Österreich bei der Nationalagentur Lebenslanges Lernen. Die Frist für die Einreichung von Anträgen endet am 1. Dezember 2009.

Lebenslanges Lernen - Ein umfassender Ansatz

Comenius ist jener Teil des Programms für lebenslanges Lernen, der für den Schulbereich konzipiert wurde. Insgesamt deckt das EU-Bildungsprogramm mit seinen Säulen Comenius, Erasmus, Leonardo da Vinci und Grundtvig den Schulbereich, den Hochschulbereich, den beruflichen Aus- und Weiterbildungsbereich und den Erwachsenenbildungsbereich ab. Es macht pro Jahr über 9.000 Österreicherinnen und Österreicher im EU-Ausland mobil. Die Nationalagentur Lebenslanges Lernen ist für die Koordination und Umsetzung in Österreich zuständig.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze unter www.lebenslanges-lernen.at/schueler.

Rückfragen & Kontakt:

Nationalagentur Lebenslanges Lernen
OeAD (Österreichische Austauschdienst)-GmbH
Barbara Sutrich
Schreyvogelgasse 2, 1010 Wien
Tel.: 01 / 534 08-18, E-Mail: barbara.sutrich@oead.at

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