- 23.09.2009, 12:55:58
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ÖVP Wien: Volksanwaltschaft bestätigt Kritik der ÖVP an Wiener Jugendwohlfahrt
Aus- und Weiterbildungsangebot muss modernisiert und erweitert werden
Wien (VP-Klub) - Die Forderung der ÖVP Wien nach Aufstockung des
Personals der Wiener Jugendwohlfahrt wird durch die massive Kritik
der Volksanwaltschaft im 30. Tätigkeitsbericht an den Wiener Landtag
erneut bestätigt. Derzeit sei laut Bericht eine ausreichende
Versorgung von Jugendlichen nicht mehr möglich - es könne praktisch
nur noch auf Akutfälle reagiert werden. Die Zeit der Ausreden ist
vorbei. Seit 2000 stieg die Zahl der Gefährdungsmeldungen um mehr als
200 Prozent auf 11.312. Das Personal hingegen wurde in den letzten 15
Jahren nur um weniger als 7 Prozent aufgestockt.
"Die ÖVP bringt daher im Landtag einen Antrag ein, damit die
Aufstockung des Personals im erforderlichen Ausmaß endlich umgesetzt
wird. Die zuletzt erfolgte Aufstockung um 30 Sozialarbeiter ist
leider nicht mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen
Stein wie auch der Aufschrei der Mitarbeiter/innen der
Jugendwohlfahrt letzte Woche gezeigt hat", appellierten heute die
beiden ÖVP-Abgeordneten Karin Praniess-Kastner und Ines Anger-Koch in
der Sitzung des Landtages an die Stadt Wien, endlich zu handeln.
State of the Art bei Ausbildung auch im juristischen Bereich
"Dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist, zeigt auch die Kritik
der Volksanwaltschaft an der mangelnden Aus- und Fortbildung der
Mitarbeiter der MA 11. Es wäre an der Zeit, die Wiener
Jugendwohlfahrt einer dringend notwendigen Reform zu unterziehen", so
Anger-Koch. In Wien, so die Volksanwaltschaft, fiel auf, dass gerade
in der juristischen Fortbildung nur eintägige Einführungsseminare
angeboten werden und es ein zu geringes Kontingent an Plätzen gebe.
"Wien braucht die beste Ausbildung für alle Menschen, die im
Jugendbereich arbeiten. Die Stadt Wien muss daher auch dafür sorgen,
dass die Weiterbildungsmaßnahmen nicht nur dem aktuellsten Stand der
Wissenschaft entsprechen, sondern das Angebot auch von allen
Mitarbeiter/innen genutzt werden kann", fordert Praniess-Kastner und
verweist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Änderungen im
Bereich des Familienrechts. Wien müsse diesen Änderungen der
gesetzlichen Grundlagen Rechnung tragen und entsprechende
Adaptierungen vornehmen, so Praniess-Kastner und Anger-Koch
abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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