• 23.09.2009, 11:32:12
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Abfall - SP-Wutzlhofer: "Warum tut der Umweltminister nichts?"

Müllvermeidung ist nicht alleine Aufgabe der Stadt Wien - Wiedereinführung von Mehrwegquoten gefordert

Wien (OTS/SPW-K) - "Wien setzt viele Maßnahmen und unterstützt
zahlreiche Initiativen zur Müllvermeidung", sagt
SPÖ-Landtagsabgeordneter Mag. Jürgen Wutzlhofer in der heutigen
Sitzung des Wiener Landtags. Nicht nachvollziehen kann Wutzlhofer die
Aussagen von Grünen, VP und FP, die hier Versäumnisse der Stadt
sehen. "Das kann nur die Folge mangelnder Kenntnis der Arbeit sein,
die hier geleistet wird", stellt Wutzlhofer fest.

Das Wiener Abfallwirtschaftskonzept (AWK) jetzt novellieren zu
wollen - wie es die Grünen fordern - sei das falsche Mittel, sagt der
SPÖ-Landtagsabgeordnete: das AWK hat zum Inhalt, wie mit dem Müll,
der in unserer Stadt anfällt verfahren wird und nicht, wie er
vermieden werden kann. Im Abfallwirtschaftskonzept ist auch ein
Bekenntnis der Stadt zu Abfallvermeidung und Ressourcenschonung
verankert.

Die Stadt setzt aber auch viele Initiativen zur Müllvermeidung,
erklärt Wutzlhofer: Die Initiative "Natürlich weniger Mist" umfasst
unzählige Projekte zur Abfallvermeidung, natürlich auch speziell zur
Vermeidung von Plastikabfällen. Viel ist bei der Forcierung von
Mehrwegprodukten getan worden: Die Ökologisierung von Veranstaltungen
ist ein wichtiges Beispiel dafür, mit dem Life-Ball, dem
Donauinselfest und der EURO als Best Practice Beispiele. Ein
wichtiges Ziel ist, Produkte ohne lange Transportwege, die unter
sozial und ökologisch tragbaren Bedingungen entstanden sind zu
kaufen. "Besonders große Macht hat der Konsument Stadt Wien, wenn er
nachhaltig einkauft. Das tun wir mit ÖKOKAUF, und damit wurden in
drei Jahren 103.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart", sagt der
SPÖ-Politiker. Auch die Bilanz vom ÖkoBusinessPlan sei beachtlich:
621 UnternehmerInnen in Wien haben in den letzten zehn Jahren
gezeigt, dass ökologisches Wirtschaften und Erfolg kein Widerspruch
sind. Durch die Umstellung der Kunststoffsammlung 2005 konnten die
Fehlwürfe von 33% auf 10% gesenkt werden. Die Kunststoffsammelmenge
insgesamt ist in den letzten zwei Jahren stark gestiegen. Die
energetische Nutzung von Müll ist in Wien auf einem Niveau, um das
uns die ganze Welt beneidet.

"Gehen sie doch zu ihrem Umweltminister und ihrem Parteiobmann
Pröll und fragen sie, warum nichts gegen den Zuwachs an
Einweggebinden getan wird. Es gab einen Zuwachs von 3,4 Mio.
Hektoliter seit sie die Quoten gestrichen haben!", fordert Wutzlhofer
die ÖVP auf. "Die Wiedereinführung verbindlicher Mehrwegquoten
fordern wir seit langem: Hier würde ich mir Unterstützung der ÖVP
wünschen!"
(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Thomas Kluger
Tel.: (01)4000-81941,F:(01)5334727-8194,M:0664/8268427
mailto:[email protected]
http://www.rathausklub.spoe.at

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