• 23.09.2009, 10:28:43
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ÖAMTC-Ambulanzjet holt oberösterreichischen Biker nach Beinbruch aus Sardinien zurück

Großer Zeitverlust durch italienische Bürokratie - daher Flug statt Krankenwagen-Transport

Wien (OTS) - Es sollte ein "klasser" Urlaub auf Sardinien werden.
Johann P. aus Scharten (OÖ) und fünf Bikerfreunde reisten mit dem
Motorrad auf die italienische Mittelmeerinsel. Am 19. September war
der Traum jäh vorbei. Herr P. rutschte in einer Kurve mit dem Bike
weg und kam zu Sturz. Er wurde mit einer komplizierten Fraktur im
linken Unterschenkel in das kleine örtliche Krankenhaus von Nuoro
eingeliefert. Dort wurde der 43-jährige Oberösterreicher
erstversorgt, geröntgt und das verletzte Bein mit Gewichten
gestreckt. "Sein Bruder rief den ÖAMTC an, als sich abzeichnete, dass
eine Operation innerhalb der nächsten drei, vier Tage unausweichlich
war", sagt Alexandra Paunovic von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Ein
Vertrauensarzt des Clubs in Italien setzte sich daraufhin mit den
behandelnden Ärzten in Nuoro in Verbindung, um sich ein Bild von der
aktuellen Situation zu machen. Der Patient wollte verständlicherweise
in Österreich operiert werden. Beim vorliegenden Verletzungsbild bot
sich daher ein Liegendtransport im Krankenwagen in Begleitung eines
Notarztes an.

Ein klimatisiertes ÖAMTC-Langstreckenfahrzeug mit spezieller
Federung wurde sofort aus Innsbruck entsendet, setzte mit der Fähre
über und traf am Abend des 21. Septembers beim Krankenhaus in Nuoro
ein. "Dort wurde dem österreichischen Notarzt plötzlich aus
fadenscheinigen Gründen der Besuch des Patienten verweigert. Aber es
sollte noch ärger kommen", schildert die Mitarbeiterin der
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

Die Tourismussaison in Sardinen ist zu Ende. Daher gehen täglich
nur mehr zwei Fähren ans Festland, um neun und um 22 Uhr. Das
bedeutet, dass Herr P. eigentlich um 5.30 Uhr in der Früh das
Krankenhaus hätte verlassen müssen, um pünktlich bei der Morgenfähre
zu sein. Laut der lapidaren Auskunft der Krankenhausverwaltung
"Abholungen gibt es erst nach neun Uhr" war auch das - entgegen der
ursprünglichen Zusage - unmöglich. "Langsam wurde die Zeit für eine
termingerechte Operation knapp", sagt die Mitarbeiterin der
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

"In solchen Situationen kann man sich auf keine bürokratischen
Diskussionen einlassen", so Paunovic. Der ÖAMTC machte gestern,
Dienstag, kurzerhand einen Ambulanzjet startklar. Herr P. durfte
mittlerweile im Krankenhaus Nuoro abgeholt werden und wurde mit dem
wartenden ÖAMTC-Krankenwagen zum Flughafen Olbia gebracht. Der
ÖAMTC-Ambulanzjet hob um 16 Uhr mit Patient und Notarzt an Bord ab
und landete zwei Stunden später am Linzer Flughafen. Von dort
erfolgte ein sofortiger Weitertransport in das Krankenhaus
Grieskirchen, wo auch die Operation und weitere Behandlung erfolgen.

Alleine die Kosten für Flug und Krankenwagen belaufen sich auf
10.000 Euro. Da Herr P. einen ÖAMTC-Schutzbrief hat, übernimmt der
Club diese Kosten. Auch die Rückholung des Motorrades ist durch den
Schutzbrief gedeckt und wird vom Club organisiert. "Natürlich ist der
Patient sehr erleichtert, dass ihm dadurch keine Kosten entstehen.
Viel wichtiger ist aber, dass er jetzt in einem Krankenhaus in seiner
Heimat ist, wo er zu den Ärzten Vertrauen hat", sagt Paunovic
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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