- 23.09.2009, 08:13:31
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Exoten sind keine Haustiere! - VIER PFOTEN warnt vor Tierkäufen auf Messen
Wien (OTS) - Der Verkauf von Tieren auf Tierbörsen oder Messen ist
aus Tierschutzsicht grundsätzlich abzulehnen. Insbesondere für
Wildtiere, die nicht aus unseren Breitengraden stammen, stellen
Ausstellung und Verkauf auf derartigen Veranstaltungen eine große
Belastung dar. Kleine exotische Säugetiere, Vögel, Reptilien,
Amphibien oder Fische leiden in winzigen, unstrukturierten
Behältnissen oft unter fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, Lärm und
hellem Licht.
Den Händlern fehlt oft die Sachkenntnis. Nicht selten fahren die
Aussteller über viele Monate ohne nennenswerte Unterbrechungen mit
ihren Tieren von Veranstaltung zu Veranstaltung. Die betroffenen
Tiere verbleiben oft sehr lange in völlig unzureichenden
Transportbehältnissen. Viele Tiere überleben diese Strapazen nicht.
Johanna Stadler-Wolffersgrün von VIER PFOTEN appelliert an alle
Tierfreunde: "Wer exotische Tiere liebt, respektiert auch ihre
arteigenen Bedürfnisse. Nötigen Sie diese wundervollen Lebewesen
nicht dazu, in Ihren Haushalten leben zu müssen!"
Grundsätzlich lassen sich die Haltungsansprüche von Exoten im
Gegensatz zu domestizierten Haustieren wie beispielsweise dem Hund
oder der Katze, in Privathaushalten nicht hinreichend erfüllen. Wegen
zu wenig Zeit, Geld und mangelndem Fachwissen der Tierhalter, kann
den anspruchsvollen Pfleglingen kein artgemäßes Leben geboten werden.
Wenn es um die artgerechte Unterbringung von exotischen Schlangen,
Insekten oder Papageien geht, können oft selbst Tierärzte keinen Rat
geben. So sind viele Tiere ihr Leben lang schlechter Ernährung,
falschem Klima und dauerhaftem Stress durch die Nähe zum Menschen
ausgesetzt.
Häufig werden immer noch Wildfänge angeboten, die den
tierquälerischen Fang in ihren Herkunftsländern, den anschließenden
Transport sowie die nicht artgerechte Unterbringung im Zwischenhandel
nur knapp überlebt haben. Solche Importe können zudem die menschliche
Gesundheit gefährden. Stadler-Wolfersgrün warnt: "Die Haltung von
Exoten kann ein gefährliches Gesundheitsrisiko darstellen. Viele
Spezies sind giftig, reagieren zu Hause aggressiv und können
bedrohliche Krankheiten wie beispielsweise Salmonellen übertragen."
Jedes Jahr werden tausende exotische Tiere von überforderten
Haltern getötet, in Tierheimen abgegeben oder in der Natur
ausgesetzt. Manche Arten verdrängen auch heimische Tierarten und
haben so einen verheerenden Einfluss auf die lokale Tierwelt. Die auf
Messen häufig getätigten Spontankäufe führen so nicht nur zu
erheblichem Tierleid, sondern können auch die menschliche Gesundheit
und die heimische Natur bedrohen.
Rückfragehinweis:
Franz Gratzer
mailto:[email protected], Tel.: ++43 1 895 02 02 - 32
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