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Die Rückkehr zum Gießkannen-Schema (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 23. Sep. 2009
Klagenfurt (OTS) - Langsam sollte eigentlich jedem der Ernst der
Lage einleuchten. Es muss nicht erst der Rechnungshof verlautbaren,
dass Kärnten die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im
Bundesländervergleich aufweist. Dass keiner mehr weiß, wie sich das
südlichste Bundesland unter dem jahrelang angehäuften Schuldenberg
wieder aufrappeln soll, ist schließlich schon längst kein Geheimnis
mehr. Dennoch agiert die Milchkoalition so, als gelte es lediglich,
da und dort an ein paar Rädchen zu drehen, um aus dem Fiasko
herauszufinden.
Dabei verfallen Orange und Schwarz in eine alte Gewohnheit. So wie
man bisher die Gießkanne beim Verteilen von Geldern ausschüttete,
bedient man sich ihrer jetzt wieder, um Tatkraft zu signalisieren.
Doch mit Nulllohnrunden, Kurzarbeit im Landesdienst und anderen
Einzelforderungen lässt sich kein Budget sanieren. Auch als
Ablenkungsmanöver werden derlei Vorstöße bald ausgedient haben. Denn
sie lassen die Ratlosigkeit dahinter deutlich zutage treten - und das
Fehlen jeglichen Konzepts.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
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