- 22.09.2009, 12:36:53
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Enquete: Katholischer Familienverband zieht positive Bilanz
KFÖ-Präsident Steindl: Enquete "beziehungs-los" machte deutlich, dass der Familienverband "am Puls der Zeit ist" - Familienpolitischer "Think Tank" soll institutionalisiert werden
Wien, 22.09.2009 (KAP) Eine durchwegs positive Bilanz zur jüngsten
Enquete "beziehungs-los" zieht der Katholische Familienverband
Österreichs (KFÖ). Wie KFÖ-Präsident Prof. Clemens Steindl gegenüber
"Kathpress" betont, habe die Enquete deutlich werden lassen, dass
der Familienverband "am Puls der Zeit und am Puls der relevanten
politischen Fragen agiert" und so ein verlässlicher und zugleich
innovationsreicher Partner für die Politik sei.
Familienstaatssekretärin Christine Marek hatte bei der Enquete dem
KFÖ ausdrücklich ihre Hochachtung ausgesprochen und den Verband
ermutigt, auch weiterhin produktiv an der Gestaltung der
Familienpolitik in Österreich mitzuwirken.
Die Enquete, die am Freitag, 18. September, in Wien stattfand, habe
deutlich gemacht, dass Familienpolitik "mehr ist als die
Beantwortung der Frage nach materieller Absicherung". Es gehe immer
auch um eine "ideelle Aufwertung der Familie", so Steindl. Besondere
Freude äußerte Steindl über das hohe Publikumsinteresse, das dazu
führte, dass man die Veranstaltung in einen größeren Raum verlegen
musste. "Wir werten den Zuspruch als Zeichen der Brisanz und der
Dringlichkeit, die den Themen Familie und Beziehung zukommt", so der
KFÖ-Präsident.
Die Politik sei nun gehalten, dies in politisches Handeln zu
übersetzen, so Steindl weiter. Als Anregung gab er daher der
Familienstaatssekretärin die Forderungen des KFÖ nach einer
Valorisierung der Familienleistungen, nach einer Aufnahme der
Kinderrechte in die Bundesverfassung sowie nach einer Entlastung des
Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von nicht familienbezogenen
Ausgaben wie etwa Pensionszahlungen. In den Gesprächen am Rande der
Enquete seien diese Themen von den Teilnehmern immer wieder
angesprochen und diskutiert worden. Hier werde der KFÖ weiterhin
Druck ausüben, kündigte Steindl an.
Neben der statistisch-empirischen Vertiefung, die die Wiener
Familiensoziologin Prof. Ulrike Zartler bei der Enquete vornahm, hob
Steindl insbesondere den Vortrag des Bochumer Sozialpsychologen
Prof. Hans-Werner Bierhoff hervor, der das Phänomen frühkindlicher
Bindung und dessen Auswirkung auf die Bindungsfähigkeit im
Erwachsenenalter beleuchtete. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse
zeigten laut Steindl, dass der Familienverband "auf dem richtigen
Weg" ist, wenn er einen engen Konnex zwischen einem gelingenden
Familien- und einem gelingenden Beziehungsleben sieht.
Schließlich sprach sich Steindl für die Einrichtung regelmäßiger
Foren zu familienpolitischen Fragestellungen aus. Die jüngste
Enquete könne als erster Testballon zur Institutionalisierung eines
solchen familienpolitischen "Think Tanks" verstanden werden, so
Steindl. Der KFÖ werde diesen Weg konsequent weiter beschreiten und
daher im Frühjahr des kommenden Jahres zu einer weiteren
Veranstaltung zum Thema "Familien unter Druck" einladen, bei der die
verschiedenen familiären Belastungsformen wie Schule, Wirtschaft
oder Beruf diskutiert werden sollen.
O-Töne des Gesprächs mit Prof. Steindl können unter
www.katholisch.at/o-toene abgerufen werden.
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